(Solid State / Century Media) Coolerweise kommt auch die neue NORMA JEAN hierzulande raus, somit kann ich mal auf den Importweg verzichten, hihi! Wie man es von dieser Band gewohnt ist, bekommt der Hörer gleich was mit der groben Kelle. Der Nachfolger zu „O’ God, The Aftermath“ zeigt die Band zwar immer noch im noisigen und sperrigen Metal/ChaosCore verwurzelt, allerdings fällt sofort auf, das Cory Brandan, der nach dem Debüt „Bless The Martyr And Kiss The Child“ den zu The Chariot abgewanderten Josh Scogin ersetzte, stark an sich gearbeitet hat. Vielleicht ist das ja auf Drill-Instructor Ross Robinson zurückzuführen, der "Redeemer" einen wuchtigen und transparenten Sound verpasst hat und ja auch schon immer experimentell „motivieren“ konnte. Stärker als bislang sind im Lärmkosmos von NORMA JEAN heuer melodische Parts / Refrains und ruhige Interludes verankert, die teilweise kurzfristig einige Gänge runterschalten, der Musik aber somit eine nie gekannte Dynamik verleihen, die die Tiefe der Musik (ähnlich wie bei den Labelmates von Underoath) stärker auszuloten weiß. Somit wirken die harten Parts noch zerstörerischer und wuchtiger als bislang. Ganz starkes drittes Werk, mit dem NORMA JEAN ihren Status hierzulande noch weiter ausbauen können. In Ami-Land ist man ja bereits dick im Geschäft! Album-VÖ: 10.11.2006