(Victory Records) Ein Intro und neun Songs mit einer Gesamtspielzeit von knapp unter 30 Minuten, mehr brauchen EMMURE aus New Fairfield, Connecticut, nicht, um mit ihrem SlowMotion-DoomCore-Sound verbrannte Erde und totale Verwüstung zu hinterlassen. Und hier bewahrheitet sich mal wieder, dass Brutalität und Härte nichts mit rasender Geschwindigkeit und Double-Bass-Infernos zu tun haben. EMMURE entfachen eine musikalische Feuersbrunst, die selbst in zwanzig Jahren nichts mehr wachsen lassen würde. Die Gitarren sind in den Keller gestimmt und wuchten und braten ein Stakkato-Dauerfeuer runter, welches mit schönen Breaks und Raffinessen durchsetzt ist. Das Tempo variiert dabei nur selten von ultrafiesem Midtempo ins etwas flottere Procedere und wenn, dann sind diese Ausflüge von äußerst kurzer Dauer. Die Laute von Frontköter Frank wechseln von tiefem Gegrunze über aggressives Shouten und Kreischen bis zu Sprech- und kurzen Gesangs-Interludes und verleihen dem Ganzen dadurch ein gehöriges Maß an Eigenständigkeit, die manchen Extrem-Bands leider abgeht. Wer es also deftig, fettig und fleischig mag, der ist mit diesem (Satans)Braten bestens versorgt. In der halben Stunde kommt auch keine Langeweile auf, so dass EMMURE bei länger anhaltender schlechter Laune und Hass auf die Welt da draußen ruhig mehrmals hintereinander konsumiert werden dürfen und können! Und auf keinen Fall durch Songtitel wie ‚When Everything Goes Wrong, Take The Easy Way Out’ (oder das Album-Cover) zu irgendetwas Unüberlegtem verleiten lassen. Das Hupen eines Zuges (in den letzten Sekunden des Songs und des Albums zu hören) ist definitiv das falsche Geräusch, was man vom Übergang des irdischen Lebens zur Ewigkeit hören sollte. Die Jungs meinen das ja auch gar nicht ernst! … Hoffe ich zumindest! Album-VÖ: 23.03.2007