(Roadrunner Records) Fall Out Boy, My Chemical Romance und 30 Seconds To Mars-Anhänger folgt bitte unbedingt folgender Anweisung, denn es lohnt sich: Den Kopf verzückt gen Himmel gestreckt heißt es die Ohren auf Empfang zu stellen und die Arme weit zu öffnen, um eure neue Lieblingsband in Empfang zu nehmen. Das Material der vier Emo-Recken hier ist so verdammt einschmeichelnd, dass es eigentlich ganz schön fies von der Band ist, bei zwölf Stücken gleich zwölf „Nummer Eins Hits“ auf eine Rille zu packen. Wie soll die Konkurrenz da gegen an stinken?! Das wird schon verdammt schwierig, das Drumherum macht es aber nahezu unmöglich. Denn MADINA LAKE sind etwas ganz Besonderes. „You’ll Be Amazed“ singen sie in ‚House Of Cards’! Irgendwas vorweggenommen? Nö, denn genau das sind wir und damit spreche ich mal für den STROMSCHLAG im Allgemeinen, denn MADINA LAKE hatten uns DJ’s mit ihren zwei bisherigen Single-Auskopplungen ‚House Of Cards’ und ‚Here I Stand’ sofort in der Tasche und drum haben wir selbige schon seit Wochen permanent in unseren! Und da könnten definitiv noch einige Auskopplungen folgen. Stilistisch werden die wie schon erwähnten Bands und ihre Genres umrissen. Dazu ein paar Spritzer Muse oder The Smashing Pumpkins, meterhohe Hooks, ein absolut melodischer Sänger, der jeden Song zum Dauerbrenner veredelt, fertig ist der Ohrenschmaus, der Elemente aus Elektronik und Klassik (Streicher, Piano-Parts) in sich vereint. Zwar eigentlich nichts Bahnbrechendes, aber saugut gemacht und schon auf dem Debüt so dick, dass eine Steigerung schwierig werden dürfte. Das man neben allem Ohrenschmeicheln auch schreien kann, beweist mit ‚True Love’ der Ausklang dieses grandiosen Werkes, welches die Alternative-Clubs der Nation zum Ausrasten bringen dürfte! Über das 80er Jahre-Outfit kann man sich streiten, aber momentan sieht ja jeder mit einem Instrument eher aus wie ein Role Model für einen bestimmten Trend. Kommen wir zum Punkt. MADINA LAKE sind ein Quartett aus Chigago. Zwei der vier Bandmitglieder sind die eineiigen Zwillinge Nathan und Matthew Leone, die für die Band durch die Hölle gingen. In den Staaten gibt es eine TV-Show namens „Fear Factor“, deren „Zwillings-Konzept-Ausgabe“ die beiden gewannen. Die 50.000 Dollar Preisgeld wurden sofort in die Band gepumpt. Bandbus, neue Mikrofone, professionelle Aufnahme, alles was man so braucht. Plattenfirmeninfos sind oft ziemlich reißerisch und so weiß ich auch nicht wirklich, ob man glauben kann, dass die Brüder sich aus einem Helikopter abgeseilt und durch Schützengräben gekämpft haben, um danach auf gemahlenem Kuhfleisch rumzukauen und Maden zu essen und schließlich sogar ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie sich beide eine lebensgefährliche Infektion eingefangen hatten. Hmmm… Sei’s drum, vielleicht ist es so gewesen. Aber schon allein das Konzept hätte ausgereicht, aufhorchen zu lassen. MADINA LAKE ist nämlich eine fiktive amerikanische Kleinstadt in den 50er Jahren, die in ihren Grundfesten erschüttert wird, als das beliebte Society-Girl Adalia, eine Bewohnerin des Ortes, auf mysteriöse Weise spurlos verschwindet. Alle Texte und das Drumherum handeln davon und man muss nach einiger Zeit der Beschäftigung mit der Thematik sagen. Hut ab, Herr Matthew Leone, das Ding muss auf die Leinwand! Wir wollten natürlich mehr von und über MADINA LAKE erfahren, deswegen fühlten wir der Band auf den Zahn. Demnächst geht das Interview auf diesen Seiten online! We keep you informed! Am morgigen Tag (20.09.07) spielt die Band übrigens in Hamburg! Nix wie hin!!! Album-VÖ: 14.09.2007