(Epitaph / SPV) Aussie-Power V3.0. Nachdem der Vorgänger „Killing With A Smile“ (und das erste hier offiziell erhältliche Werk) in unseren Breitengraden einschlug wie eine Wasserstoffbombe, legen die fünf MetalCore-Wüteriche mit ihrem Drittwerk „Horizons“ nach. Erneut setzt man (getreu dem Grundsatz „never change a winning team“) auf die Fähigkeiten von Killswitch Engage's Griffbretthexer Adam Dutkiewicz, der Knöpfchendreh-technisch wieder mal alles dick und amtlich gestaltete. Warum man die Aggro-Freaks hier so dermaßen abfeiert, entzieht sich etwas meiner Kenntnis. „Killing With A Smile“ gilt bei vielen in etwa wie die MetalCore Bibel in akustischer Form, obwohl das Album nichts wirklich Neues, oder Innovatives geboten hat, was nicht schon die „Un-Darkest Dying Engage“-Fraktion geliefert hätte. Auf „Horizons“ sieht das etwas anders aus. Getreu meines jahrelang gepredigten Grundsatzes, „Härte entsteht keineswegs durch Geschwindigkeit“, steuern PARKWAY DRIVE ihren Zerstörungs-Bolliden in den gemäßigten Geschwindigkeitsbereichen größtenteils in noch niedrigeren Drehzahlen durch die Gehörgänge, als es noch in der Vergangenheit der Fall war. Die Tempiwechsel und fiesen Breakdowns zwischen Highspeed-Geballer und Brachialst-Gemoshe waren zwar auf dem letzten Album auch präsent, die Down Under-Posse scheint sich heuer in den Midtempo-Passagen aber mehr an fiesem Death Metal zu orientieren. Aufgrund der Tatsache, dass PARKWAY DRIVE 2007 auch melancholischere und melodischere Momente in ihren Sound integrieren (z.B. 'Carrion', attestiere ich ihnen eine rosige Zukunft, die dann sicherlich auch mich vollends begeistern sollte. Momentan bin ich noch etwas zwiegespalten zwischen „Nicht wirklich neu“ und „ich brauch's nicht ganz so brutal“! Album-VÖ: 05.10.2007