(Fueled By Ramen / Warner) Nicht-Import-Besteller dürften über den Namen PARAMORE wohl noch nicht gestolpert sein, es sei denn man ist aufmerksamer „Warped-Tour“-Sampler-Hörer. Dank eines Deals von Warner und Fueled By Ramen (die Ami-Hitschmiede mit Bands wie Fall Out Boy, The Academy Is… und Cobra Starship) kommt endlich auch Deutschland zu seinen neuen Emo-Helden. Gravierender Unterschied zu 99% der Zunft. Am Mikro steht ein Mädel. Und zwar eine, die der männlichen Modern Rock-Hörerschaft den Kopf verdrehen könnte. Und der weiblichen Zunft ein neues und credibles Idol sein wird. Das Role Model-Supergirl für die Emily The Strange-Generation heißt Hayley Williams, hat Pumuckl-rote Haare und klingt als kreuze man Avril Lavigne mit einer jüngeren Annette van Giersbergen (The Gathering). Mit diesem zuckersüßen Gesang garniert sie den schmissigen PowerPunkPop ihrer drei männlichen Mitstreiter zu einem höchst eingängigen Gemisch, dem man sich schwerlich entziehen kann. Nachdem man in den Staaten mit dem Debüt „All We Know Is Falling“ und dem Überhit ‚Emergency’ schon durch die Decke ging, werden mit „Riot!“ noch einige Schippen mehr draufgelegt. Die einfache Milchmädchen-Rechnung lautet: „Mehr Rock + Mehr Pop = Mehr Hitdichte“. Die erste Single ‚Misery Business’ füllt die Alternative-Club-Floors schon erschreckend gut und mit dem Opener ‚For A Pessimist I'm Pretty Optimistic’ könnte schon die nächste Smasher-Single in den Startlöchern stehen. Wobei… von denen haben wir ca. 12 an der Zahl! Neben den Rockern gibt’ natürlich auch zartere Nummer wie die Halbballaden ‚When It Rains’ und ‚We Are Broken’, der Haupttenor liegt aber ganz klar im Party-Bereich. Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis PARAMORE hierzulande richtig durchstarten werden. Auf dem besten Wege dahin sind sie schon! Album-VÖ: 29.02.2008