(Sire Records) Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, THE SPILL CANVAS seien die Fall Out Boy des Independent. Interessant…… Und gar nicht so abwegig. Zum ersten Mal habe ich die Jungs bewusst auf der neuesten Ausgabe der „Take Action!“-Compilation-Reihe vernommen (Ja, Schande über mich! Und das, obwohl meine Musikbibel, das amerikanische Alternative Press, schon vor Monaten meinte, THE SPILL CANVAS muss man 2007 auf dem Zettel haben!) und zwar mit ‚All Over You’, der ersten Single vom vorliegenden Album. „Zoom hat’s gemacht“ und ich hatte einen Lieblingssong mehr. Und das, ohne aufs Backcover zu gucken, denn die Scheibe hatte ich im Auto am Rotieren! Und als ich las „THE SPILL CANVAS“, konnte ich es nicht glauben, verbuchte ich die Band vorher immer unter „hmmm, Indie ..., brauch’ ich nicht zwingend!“! Ein fataler Fehler. Es besteht somit Nachholbedarf für mich und ich kann keinerlei Vergleiche mit älteren Veröffentlichungen aus dem Hut zaubern. Aber sei’s drum, denn so kann ich „No Really, I’m Fine“ als das würdigen, was es ist. Ein großartiges Album! Ohne Abstriche und dem Albumtitel zu 100% gerecht werdend. Und für alle anderen: entweder, ihr habt es THE SPILL CANVAS-mäßig faustdick hinter den Ohren, oder ihr checkt (wie ich) neben dem Myspace-Profil auch Wikipedia und Co., um euch schlau zu lesen. Wie kategorisiert man jetzt diese Band? Mal werden sie in die Indie-Ecke gestopft, mal in die Emo-Schublade. Im Endeffekt auch völlig egal. Es ist Rock! Primär machen die vier Jungs sofort zündenden und leichtfüßigen PopPunk mit einem wundervollen Gesang, der teilweise ein wenig an Patrick Stump von Fall Out Boy erinnert. Aber auch nur in den flotteren Momenten. Bei den ruhigeren Stücken wird ganz großes Gefühlskino zelebriert und dafür auch schon mal Trompeten, Hörner, Violinen und ein Piano aufgefahren. Und bei ‚Bleed, Everyone's Doing It’ darf Anthony Green (Circa Survive) den Background-Gesang übernehmen. Super Album, wirklich sehr sehr schön! Ich will mehr davon! Album-VÖ: 15.02.2008