(Epitaph) Man traut sich was! Das wichtige dritte Album und das Backcover zeichnet 13 Songs aus! Vielleicht bin aber auch nur ich abergläubisch, denn angesichts der Unbeschwertheit und Spielfreude, die „The Black Swan“ auszeichnet, war es der Ami-Fünfer schon mal nicht! Angesichts des Label-Verlustes nach dem Vorgänger „In The Wake Of Determination“ hat man nun bei Epitaph angedockt und geht nicht den poppigeren Weg, den die erste Single ‚Wake Up’ (ein verdammter Ohrwurm!) via Myspace andeutete, sondern schlägt öfter Haken, wie bei ‚Choose Your Fate’. Dieser vertrackte Aggro-Opener vereint so viele Breaks, wie manche Combos nicht auf einem Album verwursten! Die bereits perfekt dosierte und arrangierte Melange aus treibendem Hardcore, hochmelodischem Punkrock und zündenden Refrains, die den Vorgänger auszeichnete und zu einem immer wieder gern gesehenen Gast in meinen heimischen Dudelkästen macht, wurde auf „The Black Swan“ noch weiter ausgebaut und mit allerlei Neuerungen versehen. Dort klingt die Gitarre nach wuchtigem Stoner, da gibt es eine Power-Ballade zu vernehmen und da drüben schreibt man den perfekten Arena-Rock-Song. Und nebenan hängt man noch ein Brutalo-Uptempo-Brett an einen doch recht ruhigen Song. Oder endet mit atmosphärischen Interludes. Leichtfüßige Experimente ohne Genre-Limitierungen, die durch die Arbeit von Epitaph neue Käuferschichten erzielen könnten und sicherlich auch werden! “The Black Swan” sollte in modernen Rockkreisen 2008 DIE “Story Of The Year“ werden! Checkt die Jungs auf jeden Fall auf der deutschen Ausgabe der Give It A Name-Tour an, die Mitte Mai Halt in drei großen deutschen Städten macht. Fürs Auge gibt’s bei den Gigs von STORY OF THE YEAR nämlich einiges. Ich sage nur: Artistisch ausgeführter, synchroner Salto der beiden Gitarristen vom Drum-Podest! Zumindest hatten die den damals bei der Taste Of Chaos-Tour im Repertoire. Wer weiß, was die uns jetzt vorturnen, haha!