(Concorde Home Entertainment) Kann man sich Kevin „Dackelblick“ Costner in der Rolle eines Serienkillers vorstellen? Den Kevin Costner, der bereits mit dem Wolf ums Lagerfeuer tanzte, Pfeile für Marian verschoss, sich als "Bodyguard" in Whitney Houston verknallte, Schiffbrüchige in "The Guardian" rettete und als Mariner durch die "Waterworld" pflügte? Gut, einen „Bösewichtausflug“ hatte er in "Perfect World" hinter sich, aber kann er wirklich so richtig „evil“ sein? Eine Frage, die sich Regie und Produzenten sicherlich auch gestellt haben. Drum bekam Costner mit „Marshall“ (William Hurt) ein fieses Alter Ego zur Seite gestellt und der innere „Soll ich oder soll ich nicht?“-Zwist läuft als Dialog vor den Augen der Zuschauer ab. Und Marshall, das personifizierte Böse, gewinnt meist die Oberhand. Earls Brooks, erfolgreich im Job, ist ein liebender Ehemann und Vater. Doch dank Marshall kommt er durch, der Drang zu töten. Und damit es nicht langweilig wird, heftet sich prompt Tracy Atwood (Demi Moore) an seine Fersen. Obwohl man ja spätestens seit "Star Wars" nicht zu „den Bösen“ halten kann / darf, hofft man, Brooks bekommt die Kurve, wenn es kribbelig wird. Mit diversen Parallelhandlungen gespickt, macht dieser Film einen höllischen Spaß. Allein das umwerfende, Oscar-reife Spiel Costner / Hurt ist das Geld für diesen Silberling mehr als wert! Wobei ja nicht jeder bezahlen muss. Mit etwas Glück und einer Mail an zosse@gestromt.de gehört eine von drei DVD’s (Danke an Concorde!) bald einem von euch! Betreff: „Es muss in den Genen liegen“!