(Ass Hammer Records) Schon das Video zu ‚Biology Is A Fairytale’ hinterlässt eine sehr positive Resonanz beim ersten audiovisuellen Eindruck der neuen Fraktion namens MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY. Im Info wird von Vergleichen mit David Bowie, Queen oder System Of A Down gesprochen. Schwergewichtige Vergleichsmomente. Auch das Cover-Artwork lässt Rückschlüsse auf eine künstlerische Ader mit viel Sinn für Style und Komposition erblicken. Und genau dieses Gespür wird im musikalischen weitergeführt und ergibt eine mächtig spannende Symbiose. Und für ein Debüt ist hier wirklich Bombast aufgetischt worden, was z.B. My Chemical Romance erst mit "The Black Parade" hingezaubert haben. Vergleiche sind natürlich immer solche Themen, kann man mit übereinstimmen, muss man aber nicht und letztendlich muss sich jeder sein eigenes Bild vom Endprodukt machen. Wie gesagt es ist letztendlich immer: Geschmackssache. Aber „Ignorance And Vision“ macht irgendwie alles richtig und kann durchaus überzeugen. Bombastischer Einstieg, trotz des gewagten und recht ungewöhnlichen Bandnamens, welcher ja eigentlich eher auf eine Fun-Punk oder Spaßkapelle schließen lassen könnte (Oder auf Porno-Film-Musik! – ZOSSE). Allerdings beweist man mit „Ignorance And Vision“ das genaue Gegenteil und attestiert ein wahrlich glückliches Händchen für eingängige Melodien und lupenreines, fast perfektes Songwriting und Arrangements. Ich kann dem, was im Bandinfo geschrieben steht nur zustimmen: „... ein extravagantes, vielseitiges und aufwendiges Popmusikexperiment, welches vor Ideen und Melodien nur so strotzt.“. Das trifft es mal wirklich wie den Nagel auf den Kopf und nicht nur das, es zischen einem immer wieder Assoziationen zu großen Bands durch den selbigen, allerdings immer ohne negativen Beigeschmack. Man verzaubert hier mit seinem ganz eigenen Süppchen aus Pop, Glam und Rock. Elektronische Einsprengsel treffen auf BritPop-Momente, Kinderchor trifft auf Stakkato-Riffs, hymnische Momente treffen auf vertrackte Parts, Glam-Rock trifft auf ruhige Beatles-eske Parts, Frauengesang trifft auf Männergesang, Handclaps auf abgespacete Momente. Abwechslung wird hier groß geschrieben, Langeweile ist ein verabscheuungswürdiges Fremdwort, genau wie die Verschränkung vor der Mixtur aus unendlich vielen Stilen. Langzeitwirkung ist garantiert, da es immer wieder neue Sounds und Kleinigkeiten zu entdecken gibt, die man beim ersten Hördurchgang gar nicht alle auf einmal erkennen, bzw. „erhören“ kann. Man darf auf den Nachfolger gespannt sein, und auf das was da noch kommen mag.