(Hassle / Distort Inc) Southern Comfort scheint nicht aus der Mode zu geraten. Stone Rider, Fight Paris, Every Time I Die, die Black Crowes (sind auch wieder back) und nicht zuletzt Lynyrd Skynyrd waren bekannte Vertreter mit diesem musikalischen Südstaaten-Einschlag. Letztere und Vorletztere haben zwar nicht wirklich etwas mit den CANCER BATS zu tun, außer ihrem Southern-Rock Einschlag. Und da muss ja etwas dran sein. Wie seinerzeit Fight Paris (R.I.P.) oder vor kurzem Every Time I Die, vermischen CANCER BATS Southern Rock, Hardcore, Punk und Metal gekonnt zu einer extremst in die Beine strömenden Mischung, die von dort aus auch in die restlichen Körperteile übergreift. Diese energiegeladene Mixtur bleibt über die komplette Albumstrecke interessant und verliert nichts an Energie und Drive bis zum letzten Track. Auf „Hail Destroyer“ machen die Fledermausjungs alles richtig und legen ein deftig rockendes Zweitwerk vor. Ein Dutzend Song-Granaten ohne unwichtigen Ballast oder Füllmaterial. Man kann eine deutliche Steigerung und Weiterentwicklung zu ihrem 2006er Debüt „Birthing The Giant“ erkennen, besser noch, man kann es schon beim Opener erhören. Als Sahnehäubchen gibt es sogar ein paar nicht unbekannte Gastparts auf „Hail Destroyer“ zu vermelden: Ben Kowalewicz von Billy Talent, Tim McIlrath von Rise Against und Wade MacNeil von Alexisonfire. Passt und setzt dem Ganzen sogar noch ein kleines i-Tüpfelchen auf den schon gelungenen Kurs. Auch die Produktion ist hier nicht von schlechten Eltern, fallen auch hier wieder bekannte Namen bei den Co-Producern: Eric Ratz (Big Sugar, Theory Of A Dead Man, Billy Talent), Kenny Loung (Billy Talent), sowie Greg Below (Alexisonfire). Somit macht diese beeindruckende Symbiose aus Hardcore, Punk, dreckigem Southern Rock und einer Prise Metal das „Hail Destroyer“ Konglomerat zu einem rundum gelungenem Nachfolgepaket zu „Birthing The Giant“. „Hail Destroyer“ hebt die Toronto Jungs stilsicher auf das nächste Level. Schon jetzt steigen die Erwartungen auf den dritten Teil...der Cliffhanger ist den CANCER BATS mit „Hail Destroyer“ definitiv gelungen. t.b.c.