(Premium / Soulfood Music)
Sie sind zurück. Oder besser: nur Richard Patrick is back, der mit seinen drei (neuen) Mitmusikern, FILTER ergibt. Sechs Jahre nach „The Amalgamut“ hat das Warten endlich ein Ende. Obwohl man sagen muss, dass es ja als Zwischendurch-Projekt Army Of Anyone gab, welches aus hochkarätigen Rockgrößen bestand: FILTER-Kopf Richard Patrick am Gesang, die Stone Temple Pilots Saitenfraktion Robert und Dean DeLeo, sowie Drummer Ray Luzier. Auch das sollte man unbedingt anchecken.
Aber das sei nur kurz am Rande erwähnt Und man kann nun durchaus das „endlich“ betonen, denn FILTER haben mit „Anthems For The Damned” einen äußerst überzeugenden Longplayer aus der Taufe gehoben, der „Title Of Record“ und „The Amalgamut“ in nichts nachsteht. Man bekommt zwar keine neu erfundene FILTER-Version auf den Tisch geknallt, doch das Material auf „Anthems For The Damned” hat ebenso dicke Hits am Start wie seinerzeit ‘Take A Picture’, ‘Welcome To The Fold’ oder ‘Where Do We Go From Here’ (um nur ein paar zu nennen) und natürlich unzählige mehr.
Das FILTER-Line-Up ist zwar außer Richard Patrick ein komplett Neues aber das tut bei dieser Band nichts zur Sache, denn Hauptsongwriter und Kopf des Ganzen ist und bleibt Patrick himself.
Es schien beim ersten Hördurchgang ein etwas fades Gefühl aufzukommen und eine Initialzündung auszubleiben, doch mit jedem weiteren Durchlauf des Silberlings erschließt sich „Anthems For The Damned” mehr und mehr. Auch wenn es insgesamt ruhiger und getragener ausgefallen ist, krachende Stücke wie ‘What’s Next ‘ oder ‘Take’ fehlen natürlich auch nicht. Aber auch experimentierfreudigere Songs wie ‘I Keep Flowers Around’ sind mit im Marsch-Gepäck.
Wie schon auf allen anderen Platten dominiert der Groove das Album, ob bei den ruhigen oder härteren Stücken. Und das ist auch der rote Faden, der sich nicht nur durch das Album zieht, sondern sich nach und nach auch immer tiefer in den Gehör- und Gehirnwindungen festzusetzen und einzunisten scheint. Wie dem auch sei, FILTER sind / ist back. Und das ist gut so. Denn auch wenn hier nicht die von einigen erwartete Neudefinition eingetreten ist, wahrscheinlich hat so manch einer nicht einmal mehr mit einem neuen FILTER-Album gerechnet. Schlussendlich kann man beruhigt sagen, dass sich „Anthems For The Damned“ auf einem qualitativ sehr hohen Niveau bewegt, ein sehr starkes Energiepotenzial in sich birgt und eine verdammt hohe Langzeitwirkung mit sich bringt. FILTER rocken noch immer. Punkt.

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