(Volcom / Rough Trade) Gott sei Dank. Nach dem eher „miesen“ Front Artwork habe ich schon im gleichen Stile öde und schlecht gemixte Wikinger- oder Fantasy-Kapellen-Musik erwartet. Aber nein. Und somit nochmals: „Gott sei Dank“! VALIENT THORR fahren hier einen Retro-Rotz-Rock-Boliden der Extraklasse auf. Ich bin positiv überrascht nach meiner eingänglichen Befürchtung. Produziert hat „Immortalizer" auch kein geringerer als Jack Endino, der auch schon High On Fire, die mit ähnlicher musikalischer Ausrichtung zu Werke gehen, einen feinen Schliff hingelegte. Und die Mixtur, die VALIENT THORR hier auf das Silbertablett, oder besser, auf den Silber-Rohling gezaubert haben, kann klar als eine Mixtur aus Eagles Of Death Metal, Motörhead, Fu Manchu und AC/DC beschrieben werden. Eine wirklich fabelhaft rotzig rockig groovende Scheibe, mit starken 70er-Anleihen hier und da. Auch einen leichten Punk-Einschlag kann man bei einigen Songs unterschwellig vernehmen. Selbst wenn nicht jeder einzelne Song sofort seine Eingängigkeit preisgibt, macht das „Immortalizer" dann noch interessanter. 13 Punkte für 13 (wenn 15 das Höchstmaß ist!) schweißtreibende Tracks (Track 14 ist wohl eher als Outro zu bezeichnen), die zu keiner Zeit langweilig werden. Und auch live sollte diese Combo ordentlich Funken versprühen und ordentlich zünden (Haha, wenn man sich die fiesen Bärte so ansieht…! – ZOSSE). Wieso habe ich erst jetzt von VALIENT THORR gehört, ist es doch schon mittlerweile Album Nummer drei. Muss ich wohl sofort losziehen und schauen, woher ich die ersten beiden bekomme. „Immortalizer" kann ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, wer auf zuvor genannte Bands steht, muss zugreifen!