(Roadrunner / Warner) SOULFLY sind eine Bank. Man kann sich darauf verlassen, dass man das bekommt, was man erwartet. Waren die letzten Veröffentlichungen um Max Cavalera immer stimmig und gut, laut anderen Meinungen aber auch immer gleich bleibend ohne große Steigerungen, habe ich mit „Conquer" auch nicht viel mehr erwartet. Doch „Conquer" überrascht, denn es ist nicht der typische SOULFLY-Standard. Überaus abwechslungsreich und das anhaltend bis zum Ende der CD. Hier ist alles stimmig – Artwork und Musik ergeben eine Einheit und stechen wohlwollend positiv aus den letzten Releases der Band heraus. Vielleicht liegt es ja an der positiven Entwicklung mit der Cavalera Conspiracy, wonach sich auch die Brüder wieder lieb haben. Man weiß es nicht. Jedenfalls kann „Conquer" überzeugen und diverse Label- und Genre-Kollegen hinter sich lassen. Das Material walzt mit einer Durchschlagkraft über das Feld, dass man Statements von Max „... dieses Album ist Krieg...!“ für bare Münze nehmen kann. Mitreißend und musikalisch auf kreativem Höhepunkt kommen SOULFLY um die Ecke. Südamerikanisch, bzw. brasilianische Elemente hat man etwas zurückgeschraubt, dafür haut man hier mit einem Wuchthammer durch die Bresche, dass es einem an der einen oder anderen Stelle Angst und Bange wird. Angst muss man natürlich nicht haben, doch die Kollegen sollten sich vor diesem Dampfhammer wahrlich in Acht nehmen. Zwei Daumen hoch, besser noch zwei Fäuste hochgereckt und auf die Tour freuen, denn live sollte dieses Energiebündel noch wuchtiger aus den Boxen preschen.