(Rawhead Inc. / Soulfood) Moment mal! Das wollen PRO-PAIN sein? Mit Album Nummer 11 schaffen es die Herren um den basspielenden Sänger Gary Meskil endlich, sich von den bestehenden Konventionen frei zu machen. Hatten sie bislang auf jedem Album Experimente wie etwa Bläser-Einsätze oder gar melodischen Gesang, so wird dies erstmalig auf nahezu voller Plattelänge zelebriert und macht aus „No End In Sight“ die bis dato frischeste Platte seit dem Debüt. Die New Yorker Hardcore-Legende hat die typischen Trademarks zurückgeschraubt und sich aufs „Gerade Nach Vorne Los“-Rocken besonnen. Wahrscheinlich trägt daran nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Stephan Weidner (Ex- Böhse Onkelz) an dessen Album großen Anteil, das ersten Hörproben zufolge ebenfalls wie nach einer Frischzellenkur klingt. Die Spielfreude und die Offenheit gegenüber melodischen Klängen haben sich PRO-PAIN nun für ihr eigenes Album zu Nutze gemacht und klingen dadurch so abwechslungsreich wie nie zuvor. Stephan Weidner hat sich im Gegenzug auf ‚Hour Of The Time’ verewigt und Cannibal Corpse-Gitarrist Rob Barnett ist auf ‚Phoenix Rising’ zu hören. Trotz der Experimente drücken die Songs natürlich allesamt und mit ‚Go It Alone’ und ‚The Fight Goes On’ sind auch wieder richtige Brecher vertreten. Dagegen sind ‚To Never Return’ oder ‚All Rise!’ schöne Mitsing-Gröhler geworden. Ob der Neuzugang an der Gitarre namens Marshall Stephens seinen Anteil an der Kurskorrektur trägt, ist nicht bekannt, Fakt ist, dass die 10 Tracks auf „No End In Sight“ zwar vor Kraft und Aggression strotzen, dank der vielen überraschenden Wendungen und melodischen Einsprengsel aber die abwechslungsreichsten in der Geschichte der Band geworden sind. Nachzuhören auf den anstehenden Deutschland Dates oder auf Myspace! So kann es ruhig noch die nächste Dekade weitergehen!