(Ferret) Gemeinhin unter der Metalcore-Flagge schippernd, hauen MISERY SIGNALS nunmehr ihren dritten Longplayer in die Fahrrinne. Fuhr man mit den Vorgängeralben noch in melodiöseren Gewässern, legen MISERY SIGNALS jetzt aber noch ein paar Knoten drauf und stechen in die rauhere See vor. Wo andere Bands des gleichen Seefahrt-Genres die ruhigeren Töne für sich entdecken, packen die Jungs aus Milwaukee eben mal schnell die Enterhaken und schweren Geschütze aus. Und die Werft in der man lag, hatte mit Devin Townsend (Strapping Young Lad) mal wieder einen mehr als geeigneten Handwerker zur Stelle. Man kannte sich schon vom Debüt, also war man sich nicht fremd und die Arbeit am Boot kann man als durchaus positiv bewerten. Aus der Fregatte wurde ein ordentliches Schlachtschiff. Nichtsdestotrotz wurde nicht gänzlich auf melodiöse und atmosphärische Parts verzichtet, so dass genau dann, wenn durch die heftigen Schläge in die Magengegend eine leichte Seekrankheit einzusetzen droht, die kurzzeitig Erholung genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, um kurz danach wieder in die raue See geschickt zu werden. Mit „Controller" legt man einen Zerstörer erster Güte vor, der sich gekonnt auf allen Weltmeeren durchsetzen kann. Auch die Haltbarkeit dieses Schiffes wird aufgrund seiner durchdachten Bauweise noch lange nicht rosten....und bis es wieder ins Trockendock zur neuen Überholung geht, wird nicht nur der Seemann und Leichtmatrose sehr viel Freude an diesem Werk haben. Die MS „Controller" wird so schnell nicht sinken, soviel steht fest!