(AFM / Soulfood)
Wer die BACKYARD BABIES nicht kennt, hat ein gutes Stück schwedische Rock ’n Roll Musik verpennt. Seit gut 20 Jahren rocken sie Skandinavien und verbuchen Erfolge weit über die Landesgrenzen hinaus. Ihr neues, selbst betiteltes Album stürmte gleich auf Platz 1 der schwedischen Album Charts. Nun interessiert es, ob die BACKYARD BABIES das verdient haben, denn ihre musikalische Entwicklung ab ihrem 2003er Album „Minus Celcius“ kam irgendwie nicht mehr so richtig voran.
Im Gegensatz dazu war das vorangegangene 2001er Output „Making Enemies“ mit dem Hit ‚Brand New Hate’ wegbereitend. Deswegen jetzt mal wieder die Neugier auf vielleicht neuen BACKYARD BABIES-Sound.
Das Album beginnt mit dem ersten Single-Output des Albums, ‚Fuck Off And Die’ und macht erstmal nicht so richtig Lust auf mehr. Sehr geradlinig und wenig einfallsreich, dafür einfach strukturiert und eingängig. Eher so’n bisschen „reim dich, oder ich schlag dich“, was man eher vom klassischen 80er Jahre Hard Rock kennt.
Im folgenden Song ‚Degenerated’ erinnert Nicke Borgs Stimme und die Art wie er quäkig die Wörter lang zieht, stellenweise an den guten alten Axl Rose. Womit wir wieder bei 80er Jahre Hard Rock sind, aber mehr in gut à la ‚Welcome To The Jungle’ und die BACKYARD BABIES haben ja nun mal auch ihren Ursprung in den Spät-80ern, was ihnen somit auch die Berechtigung zu solchen Klängen gibt.
Aber leider hält auch der Rest des Albums keine Überraschungen und Earcatcher bereit…leider.
Es kommt nun auf den Hörer an. Will er rollenden Schweden-Schweinerock? Oder will er guten alten Hard Rock? Mit Zweitem wird er mit Sicherheit bedient werden, aber zum rollenden Schweden-Schweinerock muss an dieser Stelle „Nein“ gesagt werden (auch wenn der eh schon nach dem 2002er Album „By The Grace Of God“ der Hellacopters ziemlich tot war).

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