(Martyr Inc. / Hickory / PIAS) Whitey Ford strikes again! Genau wie Eminem mit seinem Slim Shady bedient sich auch EVERLAST alias Erik Schrody eines Alter Egos, durch das er seine Botschaften transportieren kann. Der erste Vorbote dieses Albums war die mutige und (meiner Meinung nach) äußerst gelungene "Coverversion" des Johnny Cash-Hits 'Folsom Prison Blues'. Ich habe das "Coverversion" bewusst in Gänsefüßchen gesetzt, denn eigentlich ist das Resultat eher "Bastard-Pop". EVERLAST leiht sich von Namensgeber grundlegende Text-Teile und die Melodie, verknüpft diese aber mit dem (!) Sample aus 'Jump Around', dem Superhit von House Of Pain, der Combo, in der .... na.... genau.... EVERLAST als Frontmann mit von der Partie war. EVERLAST's 'Folsom Prison Blues' ist genial und eine Partygranate vor dem Herrn. Auf "Love, War And The Gost Of Whitey Ford" zeigt der Grammy-Gewinner, das er nicht nur mit whiskey-tiefer Stimme und Akustik-Gitarre umgehen kann, sondern auch die Beats noch liebt. Das Album ist eine musikalische Achterbahnfahrt durch sämtliche Stilrichtungen, in denen sich Whitey schon getummelt hat: von fettem Rock/Hip Hop über Blues, Country und Soul, bis hin zu Folk. Teils akustisch, teils mit satten und treibenden Bässen und Beats. Textlich geht es ebenso vielfältig und bunt zu. Ob autobiographisch, melancholisch oder politisch ('Kill The Emperor'), EVERLAST hat einiges zu sagen und lässt auf seinem vierten Album tief blicken! Ich bin mehr als begeistert von dem Werk und schiebe es gern mal als Entspannung zwischen den ganzen Lärm, den ich mir im Moment so gebe. 😉