YOU CAN’T KILL ROCK’N’ROLL! Braucht die Welt noch eine Band voll gutaussehender, aber ein bisschen hochnäsiger Schweden? Ja, unbedingt! Im Musikzentrum Hannover bewiesen die beiden Norén-Brüder Carl und Victor mit ihren Kollegen Kristian Gidlund, Jonas Karlsson und David Hebert, dass sie sich zu unrecht im Mando Diao-Schatten des älteren Bruders Gustaf Norén aufhalten müssen. Neben den schon fast zu Klassikern gewordenen Must-Plays wie ‚She’ und ‚Stay Young’ durften sich die Ohren der Hannoveraner besonders an den Songs vom neuen Album „The Wild One“ erfreuen: ‚The Escapologist’, ‚You Can’t Kill Rock’n’Roll’ und ‚Just A Little Bit More’ haben definitiv großes Tanzflächenpotenzial, und lockten auch das zunächst zurückhaltende Publikum schließlich aus der Reserve. Durch weitere Highlights, herauszuheben wären da beispielsweise noch ‚Marigold’ und ‚Kick It Up’, stieg die Stimmung im Laufe des Abends beständig. Trotzdem wurde Gitarrist Jonas bei der Bandvorstellung applaustechnisch übergangen, deshalb an dieser Stelle ein nachträgliches Gejubel für seine durchweg große Performance. Auch der Rest der Zuckerpflaumen-Feen lieferte eine sehr sehens- und hörenswerte Show. Immerhin feiern die Herren ja aber auch schon ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum. Doch selbst nach einer solch langen Zeit hat sich noch keine Routine eingeschlichen: Sänger Victor fehlten bei der geplanten Anekdote zu ‚Sweet Jackie’ glatt die Worte. Nicht so schlimm, denn eine „really special connection“ zwischen Bühne und Zuhörern kam laut Victor trotzdem zustande und so sangen alle Anwesenden am Ende einträchtig à cappella den letzten Song ‚Sail Beyond Doubt’. Fazit des Abends: Die Musik von SUGARPLUM FAIRY hat sich vom Mando Diao-Coversound zum eigenständigen Schwedenrock gemausert. (Alle Fotos Copyright Feli H.)