(Vic Records / Soulfood) Auf ihrer neuen Platte fackeln DIMENSION ZERO wahrlich nicht lange rum. Gut so, denn Grund, ein bisschen böse auf sie zu sein, hat man schon, schließlich wurde „He Who Shall Not Bleed“ in anderen Ländern schon ein Jahr eher veröffentlicht und in Deutschland mussten die Fans warten. Auch ist die halbe Supergroup nach so langen Jahren Pause der Welt was schuldig. Hier also das frische Werk; Und man höre und staune, dieser Hardcore-Hochgeschwindigkeitszug tuckert nicht gemütlich durch die Gehörlandschaft, sondern brettert im Halsbrechertempo und ohne Rücksicht auf Verluste über unsere fragilen Nervenbahnen. Sofortige In Flames-Eindrücke täuschen nicht, schließlich hat Jesper Strömblad von eben jener (leicht abgesackten) Band, hier seit DIMENSION ZERO-Gründung seine Frickelfinger im Spiel. Die Melodie in ihrer Melodic Death-Metal-Band haben die Jungs dabei trotz dieser Betitelung eher diskret ausgeklammert. Auf „He Who Shall Not Bleed“ konzentriert man sich voll und ganz auf die Beschleunigung. Für die Gitarren bleibt wenig Zeit, sich wirklich zu entfalten, allenfalls in Tracks wie ‚Deny’ und ‚Way to Shine’ nimmt der Zuhörer kurze Ausbrüche zur Kenntnis. Dagegen hört man deutlich, wie das Schlagzeug sich ganz in seinem Element als rasende Stakkatomaschine wälzt. Den Drums zum Dank erlaubt das straffe Grundtempo auf dem Album keine Verschnaufpause und heizt zu immer schnelleren Geschwindigkeiten an. Großartige Überzeugungsarbeit leistet Shouter und Frontmann Jocke Gothberg (übrigens ex-Marduk! – Zosse), der sich gegen das wuchtige Instrumentarium wacker behaupten kann. Wenn in ‚Way to Shine’ unerwartet eine geraunte Gesangseinlage mit verhaltener Gitarre den Death Metal-Dauerbeschuss ablöst, wünscht man sich irgendwie, die CD wäre noch nicht zu Ende. „He Who Shall Not Bleed“ bietet mit einer Mischung aus wüst, schnell und verhalten melodisch eine gut bestückte Song-Zusammensetzung, wie sie sich Liebhaber dieses Genres nur wünschen können. Lasst euch die Wohlklänge um die Ohren pfeffern, liebe Musikfreunde, denn nach einer solchen scharfen Brise sehnt man sich im Metal nur vergeblich. Melodic Metal hin oder her.