(Universal) Ein Hoch auf die Trinker-Solidarität Wer hätte das gedacht? DEICHKIND sind zwölf geworden und hauen in der Phase der Vorpubertät ein Album mit dem Titel „Arbeit nervt“ raus – das insgesamt zwar nicht ganz an 'Krawall und Remmidemmi' heranreicht, trotzdem aber in typischer DEICHKIND-Mentalität daherkommt. DEICHKIND arbeiten mit Leib und Seele und nehmen wie immer kein Blatt vor den Mund. Sei bleiben sich treu und arbeiten weiterhin noch merkwürdigere Triebe aus. Ihr Spaß dient in erster Linie dem Spaß ihres Publikums, das scheint selbstverständlich und ohnehin abgemachte Sache. Das seltene Geschick, diesen Spaß wie in einer Tragikkomödie den eher dunklen Seiten des Lebens abzuringen, hat nicht jede Band. Man kann in diesen finsteren Phasen versauern oder die Gefühle als elektronischen Klangteppich hinaus in die Welt husten. Dennoch: Weil eben nicht jeder permanent dauerbreit durch die Gegend läuft, ist dieses Album auch nicht ständig konsumierbar. Nach den ersten vier Bier kann die Party losgehen – nüchtern jedoch fällt es schwer, der Platte etwas abzugewinnen. Aber da DEICHKIND sowieso auf die Devise setzen, Drogen müssen konsumiert werden, um im Leben funktionieren zu können, dürfte ihnen das ziemlich egal sein. Gemäß dem Tao der Gosse: Nichts ist gut, nichts ist schlecht, alles ist – ein Hoch auf die internationale Getränkequaliät, ein Hoch auf die Trinkersolidarität.