(Prosthetic Records) Ja, ja, man hat es heutzutage als Metalcore / Melodic Metal-Band auf dem mehr als reichlich gefüllten Markt nicht leicht. Egal, wo man hinschaut, überall finden sich hochkarätige Bands. Die ständige Konfrontation mit den Äußerungen „Ist ja nun auch nicht wirklich was Neues!“, „Hab ich alles schon mal gehört!“, „Langweilig!“ lässt sich meistens nicht vermeiden. Aber ist Altbewährtes wirklich immer gleichzusetzen mit Langeweile? Ich denke, diese Frage lässt sich unproblematisch mit einem klaren „Nein!“ beantworten! Ein sehr gutes Beispiel dafür, liefern ANTAGONIST mit ihrem neuen Album „Exist“, das sich ab dem 30.01. in den Plattenregalen finden lassen wird. Das Quartett rund um Sänger und Gitarrero Carlos Garcia zeigt eindrucksvoll, dass es, selbst bei einer starken Konkurrenzdichte, immer wieder möglich ist, dennoch ein auf ganzer Linie überzeugendes Album abzuliefern. „Exist“ schafft es, eine Brücke zwischen Melodie und Emotion auf der einen Seite, hin zu derben Schredder- und Breakdownparts auf der anderen Seite zu schlagen, ohne dabei in irgendeiner Weise berechnend zu wirken. Sehr deutlich wird dies bei dem Titelsong ‚Exist’. Die perfekte Gitarrenarbeit von Carlos Garcia und Matt Lopez wird dabei von den treibenden Drums von Orlando Garcia und dem drückenden Bass von Paul Salem perfekt ergänzt. Neben dem Wechsel von Screams und cleanem Gesang finden sich auch immer wieder tiefe Growls, die den Songs noch eine ordentliche Prise zusätzlicher Härte verleihen, am deutlichsten zu hören bei ‚Immacrulate Misconception’. Zu den gelungensten Stücken gehört neben dem bereits genannten ‚Exist’ der Opnener ‚Bomb Shelter’ der mit ordentlich Trash orientierten Riffings richtig Dampf macht, genau sowie ‚Marana’. Mit ‚Failure On Repeat’ schlagen die Jungs von ANTAGONIST, im Verhältnis zu den übrigen Stücken, etwas ruhigere, experimenteller Töne an, die sich aber durchaus gut hören lassen. Insgesamt bleibt zu sagen, dass ANTAGONIST mit ihrer Rille „Exist“ das Genre nicht neu erfinden. Aber das ist auch gar nicht nötig, da diese auch so beim Hören ordentlich Laune macht und Freunden des temporeichen Metals wärmstens zu empfehlen ist! Album-VÖ: 30.01.2009