(Mariarecs) Es erfreut einen ja immer wieder, wenn plötzlich ein Album vor einem liegt und einen bereits das Artwork anspricht. Das macht schon mal neugierig, ob der Inhalt hält, was die Verpackung verspricht. Und dann erfreut es einen doch umso mehr, wenn gleich nach den ersten Tönen klar wird, dass die stimmige Grafik auch zum intonierten Silberlingsinhalt passt. Mit „freuen“ meine ich dann nicht nur ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern, nein hiermit meine ich diesmal freudestrahlend berührt zu werden. Herzergreifend streckenweise. Klingt kitschig, ist es aber nicht. „Not A Robot." ist ein rundum stimmiges, emotionales und authentisches Gesamtkunstwerk. Atmosphäre wird hier groß geschrieben und die Songstrukturen verlaufen nicht nach dem Schema: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Solo, Refrain, Ende. Hier wird mit den 12 Songs eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Ein Soundtrack aus melancholischen Momenten, wütenden Ausbrüchen, traurigen Sequenzen, nachdenklichen Parts. Alles stimmig und in seinem eigenen Stil mit einer wahnsinnig großen Portion an Energie. submarien_barbaraAuch wenn der Bandname SUBMARIEN mir vorher noch kein Begriff war, so begleitet mich dieser jetzt schon tagelang. Ich will jetzt nicht sagen „Dauerrotation“ aber seit mehreren Tagen findet die CD immer wieder ihren Weg in den CD-Player und das wird sich in den kommenden Wochen auch nicht ändern. Das Quintett um die kubanische Sängerin Barbara Padron Hernandez vollbringt mit ihrem Debüt, was Radiohead mit „OK Computer“ vollbracht haben. Ja, hier lehne ich mich weit aus dem Fenster, aber was auf „Not A Robot." abgeliefert wird, ist einfach großartig. Alternative-Artrock mit Popanleihen der Extraklasse. Und wenn man jetzt fragt, warum, dann nicht nur wegen der erstklassigen Leistung der einzelnen Musiker an ihren Instrumenten, sondern auch wegen der erstklassigen Sängerin Frau Hernandez, die stimmlich eine Mischung aus Thom Yorke, Beth Gibbons und Björk zum Besten gibt. Wo wir dann schon beim „aus dem Fenster lehnen“ sind: ich würde hier bestimmt den Mund nicht ganz so voll nehmen, weil man ja auf Platte, bzw. im Tonstudio viel nachhelfen, faken und mixen kann, was live dann so gar nicht mehr wirkt. Doch da ich gestern Zeuge eines SUBMARIEN Gigs sein durfte, muss ich schlussendlich zu dem Fazit kommen, dass es auch live funktioniert und ebenso grandios umgesetzt wurde. submarien-bandWas SUBMARINE hier abgeliefert haben, war einfach erstklassig. Großes leidenschaftliches Kino. Unterstreichen muss man auch hierbei vor allem die Gesangsleistung von Frontfrau Hernandez. Diese Band verdient nicht nur den kleinen Rahmen. Den Support-Slot von Radiohead, Dredg, Portishead, Sigur Ros oder auch Björk würde ich SUBMARIEN von ganzem Herzen wünschen. (Und wer eben erwähnte Bands mag, sollte unbedingt reinhören in das Debüt von SUBMARIEN!) Auf jeden Fall zählt „Not A Robot." schon jetzt zu meinen Album-Highlights 2009. Wer soeben genannte Bands mag, sollte SUBMARIEN anchecken und eine Chance geben. Noch dazu wächst das Album mit jedem Hören. Man entdeckt immer wieder kleine aber feine Raffinessen, Soundschnipsel, Töne, Gesangslinien, ganz einfach zeitlos schön. Wer jetzt immer noch keine Lust hat das Album zu kaufen und auf MySpace noch nicht genug angefixt wurde, der sollte unbedingt darauf achten, wenn SUBMARIEN live in der Gegend spielen, denn das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Album-VÖ: 08.05.2009