(Arctic Rodeo / Alive) Back in business mit Album Nummero Zwo. Arthur Sheperd macht mit seinen alten Kumpanen auf dem zweiten Longplayer alles noch besser, als beim Vorgänger / Debüt. Viel falsch machen kann diese Mannschaft irgendwie sowieso nicht, da sie allesamt alte Hardcore / Emo-Veteranen sind, bzw. zu einer Zeit gemeinsam Musikgeschichte geschrieben haben, als der Begriff Emo noch nicht so abgenutzt war. Arthur Sheperd hat ja bereits mit Bad Trip, Mind Over Matter oder Errortype:11 grandiose Alben veröffentlicht, außerdem dabei sind Joseph Grillo (Garrison), Drummer Drew Thomas (Bold, Into Another, Walking Concert, New Rising Sons) und Bassist John Wilkinson – zudem hat kein geringerer als Alex Newport (Death Cab For Cutie, The Mars Volta und selbst mal Mitglied der legendären Fudge Tunnel!) produziert. So, damit hätten wir das obligatorische Namedropping, obwohl es aufgrund der Qualität von „Life Like" nicht notwendig wäre, hierauf hinzuweisen. Da die Meßlatte nun aber schon deutlich hoch angelegt wurde, gilt es mit dem Zweitwerk „Life Like" auch musikalisch zu überzeugen. Und das gelingt GOD FIRES MAN ohne weiteres. godfiresman_foto04Es scheint, als werden die Songs nur so aus dem Ärmel geschüttelt. Das Ganze klingt wie eine Mischung aus Queens Of The Stone Age, Bad Trip, Placebo und Foo Fighters, um nun auch noch große Bandnamen als Vergleiche heranzuziehen, allerdings in einem 90er Jahre-Gewand ohne auf Trends zu schielen. Melancholischer Post-Hardcore mit leichten Emo- und Grunge-Anleihen immer angereichert mit einer ordentlichen Portion Atmosphäre. Für Fans und Freunde der alten Sheperd-Bands unbedingte Kaufempfehlung, aber auch für alle anderen, die nicht den üblichen radiotauglichen Standard-Schemata frönen wollen, sollten hier beide Ohren riskieren. Diese Scheibe wächst und entfaltet sich mehr und mehr mit jeder weiteren Runde im Player. Album-VÖ: 26.06.2009