(Sony Music) Wenn Jack White auf der The Raconteurs-Tour seine Stimme verliert, werden die anstehenden Konzerte nicht abgesagt. Es wird kurzer Hand mit Alison Mosshart von The Kills Ersatz besorgt. Dann nimmt man noch den Bassisten Jack Lawrence und den Gitarristen Dean Fertita (Queens Of The Stone Age) dazu und schon hat das Arbeitstier ein neues Projekt am Start. THE DEAD WEATHER heißt das Ganze und mit der Platte „Horehound“ liegt auch schon das Debüt auf dem Tisch. Jack White ist hier jedoch nicht wie gewohnt an der Gitarre zu hören, sondern an den Drums und beweist auch hier einiges Talent. Den Gesang überlässt er – bis auf einige Duette – Alison Mosshart. Allerdings gehören die Duette auch zu den besten Songs der Platte. thedeadweather-bandAuch wenn Jack White nicht an seinem gewohntem Instrument steht, drückt er der Platte seinen Stempel auf. Der Sound zieht klare Parallelen zu den White Stripes sowie den Raconteurs. Musikalisch schlagen die vier einen anderen Weg ein. Man geht hier in Richtung Blues-Rock der 60er Jahre -  allerdings experimenteller, um dem Ganzen einen Namen zu geben. Darüber legt sich Alison Mossharts Stimme von hauchend melancholisch bis wütend schreiend. Die einzelnen Songs driften nach starken Anfängen allerdings in eine Art Improvisation ab und verheddern sich dabei häufig. Im Ganzen wirkt das Album etwas unfertig und man bekommt das Gefühl, THE DEAD WEATHER hätten sich vielleicht doch etwas mehr Zeit im Studio gelassen. Album-VÖ: 10.07.2009