sixxxten-bandEs war ein lauwarmer Sommerabend. Ich hatte etwas Zeit in der linken und eine coole Scheibe in der rechten Hand. Also dachte ich mir, lege ich die Scheibe umgehend aus der Hand direkt in den Ghettoblaster, damit ich auch die rechte frei habe. Was dann passierte, weiß ich gar nicht so genau, auf jeden Fall überzeugte mich diese runde, silberfarbene Scheibe dermaßen, dass mir gleich mehrere Fragen durch den Kopf und die Mucke direkt in Mark und Bein schossen. Hin- und her gerissen, ob nun Kopf benutzen, oder wild fuchtelnd durch die Gegend zu springen, entschied ich mich, an dem Abend für die zweite Variante, um mich aber gleich am nächsten Morgen, um die Fragen zu kümmern, die mir noch immer im Kopf herumfunkten. Gesagt getan. Doch an wen wenden – wenn nicht direkt an das Sprachrohr der Band ... hier ungekürzt und unzensiert die Frage-Antwort-Session mit Hanno von SIXXXTEN. Zwar hat es mit den Antworten etwas länger gebraucht, als erwartet, doch auch das war nicht weiter schlimm, denn diese sind laaaaaang und ausführlich. Dafür ein fettes DANKESCHÖN und here we go: GESTROMT: Was war euer Hauptgrund, die(se)/eine Band zu gründen – abgesehen von den Infos aus dem Info-Sheet....??? Was war der Grund, dies dafür in Hamburg zu tun, anstatt z.B. Bremen .... oder auch Berlin, wo ja viele den Hauptstandort des musikalischen Interesses sehen. Hanno: Gegründet wurde das jetzige Konstrukt um mich, Sixten (Guitar / Vox) vor gut 2 Jahren. Ich war früher in Bremen (Heimat) ein recht umtriebiger junger Mann und hab immer schon sehr, sehr viel Musik gemacht, in unterschiedlichsten Bands in der Hansestadt. Allerdings war ich auch seit Teenager-Tagen immer schon allein mit der Gitarre unterwegs, so Singer / Songwriter-mäßig eben. Damals noch unter dem Namen Sixten Tresh. Da gab es einige sehr verrückte und denkwürdige Auftritte, welche meinen Ruf als Trunkenbold und Voll-Chaot zu jener Zeit untermauerten. Dann habe ich bei einem bekannten Bremer Auto- und Bombenhersteller (Da**ler B**Z), wo ich am Band gearbeitet habe, meinen jetzigen Drummer Timo kennen gelernt. Stefan kam als Bassist hinzu und Nils, mein altes Bremer Grunge-Jugendidol geilerweise als zweiter Gitarrist / Soundtüftler und Irrer. Dann recht schnell Übersiedlung der Band nach Hamburg, da Timo hier schon einen Proberaum besaß. Man muss die Band somit schon als Hamburger Band werten, obgleich Nils und ich doch schon gerne Bremer sind. Nichtsdestotrotz: Hamburg City rules. OK. Berlin hat mich als Stadt nie interessiert. G: Gibt es da noch einen tieferen Grund für den Bandnamen SIXXXTEN – ausser den Nachnamen? Also ich meine hier insbesondere die drei „X“e - hat nicht zufällig etwas mit den drei „???“ zu tun – oder? Habt ihr die Bedeutung mit dem Stein „gegoogelt“ – oder wusstet ihr das schon vorher....? ( sigr = der Sieg (Altnordisch) steinn = der Stein (Altnordisch) ) H: Ich trage den Namen schon lange mit mir. Der kam so als ich ein Teenager war. Ich fand es damals großartig und extrem punkig, seinen eigentlichen Namen aufzugeben, um seine eigene Identität neu zu schaffen. So kam es, dass ich halt irgendwann Sixten hieß und unter dem Namen auch schon seit Ewigkeiten Musik mache. Früher nur mit der Gitarre so Rocko Schamoni mäßig und heute halt als SIXXXTEN mit der Band. Ich wollte mit den 3 X eigentlich nur klarstellen, dass es sich nun um eine feste Band handelt. Das ist alles. Keine weitere Bedeutung, oder doch? Who knows... G: Wie kommt es zu dem Faible für Falco? H: Ich liebe seine Kälte. Genialität und eine künstlerische Selbstsicherheit, die natürlich nur als Arroganz gewertet werden konnte. All das gepaart mit einem futuristischem Auftreten, machten den Typen gleichzeitig zu einem Übermenschen und einer Kunstfigur. Er hat die deutsche Sprache so pervers klingen lassen, wie sie wirklich ist. Er war ein kultureller Bastard. Stets gewagt und mit jeder Silbe so unrein wie möglich. Darüber hinaus natürlich auch ein Vorreiter in vielen Belangen. Ein Visionär. G: Was ist der besondere Reiz bei der Kombination von „englischen Schlagwörtern / Sätzen“ und der deutschen Sprache? H: Ich hatte die Vision, einen Sound zu kreieren, wo die Vocals nicht nur Informationsträger sind, sondern ebenso als Soundfacette funktionieren. Der Bastard aus dem Deutschen und den englischen Schlagwörtern funktioniert hervorragend um Slogans zu generieren. Darum geht es. Wir haben fast 60 Jahre Pop-Musik hinter uns, die zu großen Teilen aus Amerika und England stammt. Unser Ohr ist an gewisse Anglizismen gewöhnt. Die Sprache der Platte ist der Versuch, Informationen mit einem gewissen „Flow“ zu mischen, um der deutschen Sprache die Bedeutung ihrer selbst zu rauben. Zu viele Bands singen heute auf deutsch, nur um der Sprache willen. Ich tue selbiges nur, um mich mitzuteilen. Stellenweise spielt sicher auch eine gewisse Ironie eine Rolle, um den Text ad absurdum zu führen. Bevor eine „Message“ zu offensichtlich wird, versuche ich sie etwas kryptisch zu verschlüsseln. Gibt es immer eine Message? Ja? Nein? Ich weiß es nicht. Die Magie einer geschlossenen Tür. G: Wenn man nicht weiß, dass es da diese Nächte-Sessions in der Schule gab und weiß, dass da viele Details entstanden sind und dadurch „Jugend Violencia“ einiges an Charme verleiht .... könnt ihr damit leben? Und in wie weit haben Nächte „Jugend Violencia“ beeinflusst? H: Die Nacht ist das Schönste, was ich habe. Zeit für mich, Zeit für Ruhe, Zeit allein und Zeit für Details. Gleichzeitig ist die Nacht auch finster, erschreckend und oft einsam. Ich habe beides in absoluter Extremität oft erlebt. Vor einigen Jahren habe ich nichts anderes gemacht, als jede Nacht bis morgens wach zu sein um Songs zu schreiben, bis meine Eltern aufgestanden sind um zur Arbeit zu gehen. Ich habe diese Nächte geliebt. Magische Momente. Diese Intensität, die Zeit mit sich selbst, die Liebe zum Detail findest du alleine in der Nacht und eben natürlich auch auf der Platte. G: Was würdet ihr ändern, wenn ihr genau das Album noch einmal aufnehmen könntet? H: Ich denke, wir würden bewusst mehr Fehler zulassen. Perfektion beginnt schnell mich zu langweilen. Ich zaubere gern. So habe ich angefangen, mit 4-Spur Rekordern und Bandmaschinen. Alte Schule eben 😉 G: Inwieweit hat man sich als Bremer in die Hafenstadt integriert? Ihr wohnt ja – alle - auch noch nicht so lange in HH – oder? H: Teils, teils. Stefan seit 9 Jahren. Prismo seit 6. ich seit 2. Nils die Sau liebt das Prollige und will aus seinem Arbeiter Asi-Stadtteil in Bremen nicht raus 😉 aber ehrlich, ich liebe Hamburg. Es passt zu mir. G: Im Bandinfo wird ja sehr deutlich St. Pauli, anstatt Hamburg allgemein, hervorgehoben. Hat der Stadtteil eine große Bedeutung für euch? Für die Texte? sixxxten-band2H: Für die Texte wohl weniger. Aber ich treibe mich hier halt viel rum. Ich geh hier zum Fußball und ich geh hier in die Kneipe. Ich mag St.Pauli einfach. All den Dreck,. Herrlich. Deshalb macht es mich krank, dass immer mehr Läden dicht machen und irgendwelchen verfickten Yuppie-Kneipen und Wohnungen für die Besserverdienenden weichen müssen. Es müssen wohl noch ein paar mehr Autos angezündet werden. (Gestromt.de distanziert sich von solchen Aussagen, der Zensur zum Trotze ist hier allerdings nicht gekürzt worden!) G: Von wem stammen die Lyrics? War die ganze Band beteiligt .... oder auch Außenstehende? Einflüsse aus / durch Gespräche(n) in Cafes, U-Bahnen, Clubs, etc. ??? H: Die Lyrics kommen ganz allein von mir. Ich bin da sehr eigen. Ich gucke viel Fernsehen. Es ist wie ein großes Fenster in die Schwachsinnigkeit der Menschen. Sehr inspirierend. Aber auch Menschen „live“ können sehr wunderlich sein. G: Woher kamen die Inspirationen für „Jugend Violencia“? H: Wenn’s um Musik geht, ist der Einfluss sehr unterschiedlich. Das ist gut so, weil wir 4 Typen sehr unterschiedlich sind. Ich denke es sollte immer alles so unrein wie möglich sein. Ich selber liebe alles zwischen AC/DC, altem englischen Punk und modernen Zeux a la Muse, etc. Meinen Geschmack machen wohl aber eher die kleinen Skurillitäten und Perversionen aus. Ich liebe ABBA, Roots-Reggae, Westberliner Battle-Rap der Jahrtausendwende, Ostblock-Trance, 80iger Jahre Breakdance-Mucke, sowie das Peter Schilling-Album „Fehler im System“. Die Leute kennen zwar alle „Major Tom“, aber fuck, der Typ war allgemein genial. Nils hört privat eigentlich nur Techno, Timo ist ein absoluter Metalhead und Stef hört viel Klassik und Jazz. Das spiegelt sich natürlich in der Musik wieder, insbesondere durch den Metalkram, die Tendenz zu fett produzierten Soundwänden. Dazu kommt natürlich, der Umstand, das unsere Musik, obgleich Rockmusik und krachig, immer recht tanzbar ist. Das gefällt mir gut. Da hat natürlich der Pappenkopf Nils viel Einfluss drauf. Er liebt die Extase und den Beat. Mich persönlich beeinflusst in erster Linie doch eher die menschliche Tragödie. Das genaue Gegenteil von Kunst. Die bittere Wahrheit, der Kaffeesatz unserer Zeit. Der Dreck auf den Straßen und die Schatten der Gesellschaft. Das macht mich kreativ. Wenn auch nicht immer glücklich. Ansonsten liebe ich jegliche Dekadenz der 80iger Jahre. Ein Tolles Jahrzehnt. Einfach abartig. G: Manchmal hat ja auch das Wetter einen Einfluss auf die Aufnahmen einer Scheibe .... war das bei euch ähnlich? H: Nun ja, es gibt sicher einen Grund, warum Punkbands aus sunny California anders klingen als welche auch Ost-Berlin. Und das ist verdammt gut so. Ich denke aber bei uns spielt das Wetter eine untergeordnete Rolle. Friesisch herb vielleicht. G: Apropos Wetter: Wie überrascht wart ihr letzte Woche beim Auftritt auf der Becks-Bühne beim Hafenfest? War ja zu 'Dinner für Spinner' doch ein sehr raues Klima mit einer doch härteren Brise? Wart ihr froh, dass die Bühne letztendlich doch gehalten hat? H: Mir gefällt das. Somit hatte ich viel Spaß. Hätte ruhig noch derber kommen können. HA! G: Wie denkt ihr über Myspace und seine Entwicklung? Habt ihr eher Vorteile durch Myspace oder steht ihr dieser Entwicklung eher kritisch gegenüber? H: Myspace ist ein ziemlich bezeichnendes Medium unserer Zeit. Wir nutzen es natürlich, wie alle anderen auch. Es hilft Leute zu erreichen, Gigs zu bekommen und sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Problem bei der Sache allerdings ist, dass es die Leute sehr gemütlich macht. Es macht sicher Spaß, neue Bands zu entdecken, aber ich tue das immer noch lieber im Plattenladen oder live. Ein weiterer Punkt ist, dass alles so verdammt lieblos wird. Früher musstest du um den Leuten zu gefallen, einfach eine geile Band sein. Nicht mehr und nicht weniger. Heute ist alles oft sehr uninispiriert. Andererseits finde ich das ewige Rumgeheule a la „früher war alles besser“ auch zum kotzen. Das sind nun mal unsere Zeiten und so ist es. Alles cool. Scheiß auf Myspace, scheiß auf MP3, scheiß auf alles. Gründet Bands und seid geil. Seid einfach nicht scheiße. So einfach ist das. G: Was macht euch so richtig wütend? H: Fehlende Leidenschaft. G: Kooperationen sind ja manchmal sehr gefragt in Musikerkreisen – mit wem würdet ihr gerne zusammenarbeiten (auch „international“!!!!)? Mit wem könntet ihr euch ein Duett (bitte ein Frauenpart!) vorstellen? H: Puhhhh. Ich könnte Hunderte nennen. Ich stehe sehr auf Snoop Dog. Den Damenpart könnte gern Hope Sandovel übernehmen. G: Wie denkt ihr über die generelle Situation von illegalen „Downloads“ und „MP3-Sharing“? Einige Meinungen gehen ja sogar soweit, dass es in ca. 5 Jahren keine physischen Tonträger mehr gibt.... macht euch so etwas Angst? (Ich persönlich finde ja die Haptik und die ganze Aufmachung bei CDs, besonders Special Editions sehr wichtig) H: Angst macht mir so was nicht, nein. Es ist allerdings schade. Die von dir angesprochene Haptik bei einem Album , auf welchem Format auch immer, ist für mich auch wunderbar. Deshalb haben wir unsere CD halt auch im 8-Seiten Digipack plus Aufkleber raus gebracht. Die Leute danken so was auch. Das von dir angesprochene Problem allerdinx ist wohl eher ein Generationsproblem. Wie sollst du heute einem 15-jährigen klar machen , das doch die schöne Aufmachung und Haptik flöten geht, wenn er noch nicht mal einen CD-Player besitzt? Was interessiert den das Medium, wenn er nicht mal Möglichkeiten hat, das Medium abzuspielen? Bei uns ist das anders, klar. Unsereins hat ´nen CD-Player, Plattenspieler und ´n Tapedeck. So mancher Idiot (ha!) sogar einen MD-Player. Aber das ist für mich nicht mal das Traurige. Ich verdiene momentan so oder so mit der Musik keine Kohle. Das Traurige für mich ist in erster Linie, das Musik für die Kids so austauschbar ist. Dass sie auf ihren Rechnern gut und gerne 1000 Alben haben und es nicht mal zu schätzen wissen. Ich habe in meinem Scheiß Platten- und CD-Regal nicht ein Album, zu dem es nicht irgendeinen Grund , oder Geschichte gibt. Das ist für mich das Problem. Des weiteren ist die Begeisterung für Musik leider sehr kurzlebig geworden. Du kannst innerhalb von Sekunden eine ganze Band- Historie dein „Eigen“ nennen. Für unsereins ist / war so was ein Prozess von Jahren. Gestützt wird so´ne Scheiße natürlich auch noch von den heutigen Verbreitungsformaten. Siehe Myspace etc. Unmengen schlechte Musik gab es natürlich immer schon, aber sie war nicht so omnipräsent wie heutzutage. Es geht ja auch um Wertschätzung. Die Musik von so erbärmlichen Bands, die bereit sind überhaupt Sätze zu formulieren wie: "gute Musik ist immer noch umsonst", ist nicht nur kostenfrei, nicht nur billig, nein, sie ist in allererster Linie mal UMSONST! G: Welche Bedeutung hat der „Chuck“ im Digi-Booklet und welche die „blutige Lederjacke“ auf dem Frontcover? sixxxten-albumcoverH: Die Chucks , der Vierspur-Recorder und die blutige Jacke sind für mich als Cover mit dem Titel der platte zusammen vor allem ein Symbol für die Kraft der Jugend. „Jugend Violencia“ eben. Die Sache dreht sich aber nicht um vermeintliche körperliche Gewalt unter Jugendlichen, sondern eher um eine gewisse Energie, die man als junger Mensch besitzt, wie zu keiner Zeit sonst in seinem Leben. Es geht um die unglaubliche Kraft, die du hast, wenn du jung und „on fire“ bist. Die Jugend ist ein Schmerz, der sich von Tag zu Tag bessert. Nie wieder wird ein Schmerz so süß und nahrhaft sein. Bittersüße Früchte von viel zu hohen Bäumen. Nie wieder wirst Du so verletzt und kannst selber so verletzend sein. Ein heiliger Moment. Tränen aus Blut, Narben an den Armen, schlechte Gedichte. Ich hoffe dieses Gefühl, diese unbändige Power nie gänzlich zu verlieren. Dennoch hat uns das Cover und der Titel schon einigen Stress beschert. In einem Ort bei Winnenden, wo tragischerweise im März ein Amoklauf in einer Schule stattfand, hatten wir kürzlich einen Auftritt. Ich hatte das Artwork nie unter dem Aspekt betrachtet, aber natürlich war es für die Bürger dort etwas eigenartig, überall blutverschmierte Jacken und den Satz „Jugend Violencia“ sehen zu müssen. Ich kann natürlich verstehen, dass die Leute da sehr sensibilisiert sind was das angeht, allerdings hat der Titel, das Artwork und die ganze Platte nur sehr wenig mit körperlicher Gewalt zu tun. Es geht, wie schon oben gesagt, eher um ein Gefühl der Kraft und Stärke. G: Welche Frage wurde euch bis heute noch nicht gestellt, würdet ihr aber gerne mal gestellt bekommen? ( Und wie ist die dazugehörige Antwort??? ) H: Deine sind schon ganz gut. 😉 G: Was kann man für den Rest von 2009 noch erwarten – einige Festival-Termine stehen ja schon....? Und was ist für nächstes Jahr schon in Planung? ( zzzweitausendTEN quasi ... ) H: Als nächstes werden wir wie gesagt jede sich erdenkliche Bühne entern und ordentlich durch den Tisch treten. Das 2. Album nimmt schon recht konkrete Formen in meinem Kopf an und ich werde versuchen, ebenfalls Jazz-Fan zu werden, um mich wichtig zu machen. G: Was haltet ihr hiervon: „... Jungenname Sixten. Für einen Sohn ist Sixten ein passender Name. In einigen Erdteilen fassen nicht wenige Eltern den Entschluss, ihren Sohn Sixten zu nennen...“ H: Eltern sollten das nicht tun. Ich möchte meine Monopolstellung hier in Deutschland ungern verlieren. Ha! Allerdings weiß ich, dass der Sohn von einem von den Jungs der Berliner Band Kumpelbasis Sixten heißt. Das feier ich natürlich sehr, da Kumpelbasis eine großartige Band sind. Checkt ihr Album „Mächte des Alltags“. Ich liebe dieses Platte. G: Wusstet ihr auch, dass Ikea einen Stuhl namens „Sixten“ haben? ( Kurzbeschreibung: Hersteller: Ikea / Produkttyp: Stuhl / Maße: Breite: 51 cm, Tiefe: 56 cm, Höhe: 85 cm, Sitzbreite: 41 cm, Sitztiefe: 39 cm ) H: ...Ja , dass wusste ich und Ikea wird sich in naher Zukunft mit unseren Anwälten auseinandersetzen müssen. G: Glaubt ihr, dass ein bestimmter Gegenstand Glück bringen kann? (Wenn ja, welcher könnte das sein?) H: Nein, aber ich glaube, dass man mit bestimmten materiellen Kleinigkeiten besonders gute Zeiten assoziieren kann und sich somit gut fühlt, sie dabei zu haben. G: Gibt es eurer Meinung nach Dinge, über die man keine Witze machen sollte? H: Falco. G: Was meint ihr: Ist der Mensch von Natur aus eher gut oder schlecht? H: Weder noch. Der Mensch ist Mensch. Sehr beeinflussbar und genau das macht ihn gefährlich. Auszug aus „Hey Kitz“: „ein Mensch allein ist manchmal recht intelligent, ist wahrscheinlich auch der Grund warum man ihn so nennt. Doch sind sie mal zu zweit und aus Menschen werden Leute, sind sie schon längst eine hysterische Meute.“ G: Was glaubt ihr ist die größte Ironie am Leben? H: Dass du irgendwann draufgehst. Der weltgrößte Kompromiss. G: Welchen Film habt ihr am häufigsten gesehen? H: Hmmm, welcher Film ist schwer zu sagen. Am häufigsten in meinem Leben, habe ich aber zumindest das AC/DC live Video „Live At Donington“ gesehen. Ich habe es mit 10 bekommen und gucke es heute noch. G: Was ist Eurer Meinung nach der beste Song, der je geschrieben wurde? Mhhh. Wenn ich mich spontan entscheiden müsste vl. „Baby, Baby“ von den Vibrators. Habe ich schon oft bei geheult. „Purple Rain“ von Prince ist ebenfalls ganz weit vorne. G: Hättet ihr für 30 Sekunden die Aufmerksamkeit der gesamten Welt: Was würdet ihr sagen oder tun? ( Als Band und auch als Privatpersonen! ) H: Ich würde sehr gern mal ein riesiges Orchester nackt nur mit einem weißen Jacket bekleidet dirigieren. Sonst habe ich wenige Träume. Ich weiß nicht warum, aber davon träume ich wirklich schon lange. G: Glaubt ihr, dass man anhand der Musik, die jemand gerne hört, auf dessen Charakter schließen kann? H: Weniger. Ich glaube allerdinx schon, dass manche Musik so scheiße ist, dass sie zu ganz bestimmten Leuten schon ganz gut passt. G: Wenn ihr Comicfiguren wärt, welche wären es? H: Da müssten wir Nils fragen, der Typ steht auf Comics wie kein anderer. Computerspiele und so’n Scheiß sind genau sein Ding. Der guckt sogar Xena im Fernsehen. Echt jeden Scheiß. Schade, dass er gerade nicht hier ist 😉 G: Finales Statement: H: Danke für deine Fragen. Danke für deinen Support. Let love rule. G: THANXXX!!!! Empfehlung -> Weiterhören: SIXXXTEN „Jugend Violencia“. Gerade jetzt im Sommer, im Auto, auf dem Balkon, unter freiem Himmel .... wo auch immer! Und natürlich: Checkt die Jungs unbedingt live auf einem der diversen Festivals, oder wenn sie in der Nähe in einem Club sind unbedingt an: ES LOHNT SICH!!!!!