23:20 Uhr auf der Interstate 5. Es ist stockfinster und dadurch gibt es nichts mehr zu gucken, so dass ich mir mein Netbook aus dem Kofferraum geholt habe.  All righty, wir waren ja wieder ein paar Tage offline (diesmal null Zeit und zusätzlich kein WiFi!) und wollen signalisieren... wir leben noch! Gerade haben wir 'nen Heavy Metal-Sender entdeckt, weil der iPod laden muss. Es liefen in Folge: Manowar und Behemoth, haha! Wir befinden uns just ca. 150 Meilen vor San Francisco und sind mittlerweile seit 15:15 Uhr on the road. So wie auch die letzten Tage fast ununterbrochen! Man könnte sagen, dass wir den Begriff "Roadtrip" doppelt unterstrichen und mit zig Ausrufezeichen versehen haben! 😉 Aber wieder schön der Reihe nach, während Daniel "Maverick" steuert. Da uns der Mustang so gut und ohne Zicken transporiert(e), war es verdientermaßen Zeit für einen Namen! Wir mußten dabei nicht lange überlegen, haha! Und zur Feier des Tages gab es neues Öl und eine Fahrt durch die Waschanlage. Das Bellagio war mal so richtig schön dekadent! Wir checkten mit zwei weinenden Augen und körperlichen Schmerzen aus. Kopfschmerzen von der Nacht zuvor. Ein Anruf bei der Rezeption wegen einer Frage bzgl. des WiFi wurde mit "Ahh, the Zastrau-Party (da ich die Kreditkarte hinterlassen hatte)...." angenommen. Sollten wir so laut gewesen sein beim Vorglühen (Youtube-Clips stehen online!)? Nach dem Vegas-Wahnsinn (kurzer Besuch beim gegenüberliegenden Urban Outfitters war noch drin, wegen solch essentieller Utensilien wie falscher Schnurrbäre zum Ankleben, u.ä.) wollten wir dem Grand Canyon einen Besuch abstatten, verschätzten uns aber etwas mit der Entfernung und machten aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und einem Lächeln der Dame im Hotel, ob sich der Weg noch lohnen würde, einen Stop für die Nacht in Williams, einem malerischen und urigen Städtchen an der Route 66. Die Atmosphäre in einem ansässigen Diner war der Hammer. Es gab Live-Musik von einem Lehrer (!!!), der mit seiner Gitarre Akustik-Versionen von (Classic) Rocksong im Country-Gewand auf Zuruf zum Besten gab. Unglaublich zu sehen, dass die Amis echt total mitgehen und sich auch nicht zu Schade sind, mal von der Seite die Zweitstimme ins Mikro zu singen! Die stocksteifen Deutschen sind davon so meilenweit entfernt, wie die Strecke zum Grand Canyon lang war! Zum Grand Canyon und zum Weg dorthin und wieder zurück: Wir haben durch Rumspielen den Tempomat entdeckt, der einem ganz neue Möglichkeiten der Fußfreiheit liefert! Ich liebe dieses Auto! Aber zurück zur Umgegung: Ein Wort genügt. Unglaublich!!!!!!!!!!! Unsere Erlebnisse auf dem Weg nach Vegas wurden noch mal in den Schatten gestellt. Ob monströse Felsen und Berge, oder Nadelwälder, wir haben alles gesehen! Erst fährst Du stundenlang durch die Wüste, dann bist du auf einmal mitten im dichtesten Wald. Und plötzlich stehst Du vorm Grand Canyon und fragst dich, nachdem du dich vom ersten "Schock" erholt hast, wie untertrieben das Wörtchen "Grand" denn bitte ist? Mal gucken, ob mein Video Youtube-würdig ist. Die bereits erwähnte Hotel-Angestellte empfahl uns bzgl. Kultur noch den Ort Sedona, als wir aber endlich am Grand Canyon abfuhren (wir hätten das den Abend zuvor niemals mehr geschafft!!!), waren uns die Dimensionen zu groß und der Tag neigte sich dem Ende, so dass wir "Sedona" nach kurzer Überlegung verwarfen und die Rückreise antraten. Die Wahl fiel auf ..... tataaaaaaaa! LAS VEGAS! 😉 Die "Stadt der Sünde" hatte uns im Traktor-Strahl, wie der Todesstern den Rasenden Falken! 😉 VEGAS, Baby!!!! Wir brauchten die Lichter dieser Stadt wie der Betrunkene 'nen sauren Hering! 😉 Um 22:00 Uhr ritten wir mit Van Halens "Jump" zur Stadt hinein, nicht ohne vorher noch den "Zion Nationalpark" mitgenommen zu haben. Okay, von dem wurden wir selbst auf der Strecke überrscht, haha! Die Gurkerei durch Serpentinen und über kleine Dörfer, abseits jeglicher Interstates war dann aber auch definitiv genug! Nachdem das Hard Rock Hotel (was sonst?) 159 Dollar plus Tax für eine Nacht haben wollte (den Abend spielten da Dream Theater!), fiel die Wahl aufs Hooters, Freddy und Co, waren dort auch noch aufhältig und somit war der Abend in trockenen Tüchern. Kurz geduscht und ab auf den Strip. Wir fuhren zwei Mal Limousine und waren im angesagtesten Club von Las Vegas!!! Man merkte, dass Wochenende war, denn die Stadt drohte zu platzen! Genau wie unsere Köpfe, als in unserem Zimmer  morgens um 10:00 Uhr zig mal der Feueralarm losging! Aber nachdem wir erst um 06:30 im Bett waren, ohne den Wecker zu stellen, hätte es peinlich werden können, von der Putzfrau geweckt zu werden! Trotzdem flog alles greifbare in Richtung des Kastens über der Tür! Rock'n'Roll-Hotelzimmer-Trashing!!! Hotel durch den Krach im Preis gedrückt, das nächste Outlet-Center besucht, um um 15:15 Uhr die Reise gen San Francisco anzutreten. Und da sind wir nach einer Schleife und Zwischenstop in Bakersfield wohl auch hoffentlich gleich. Es ist 00:30 Uhr, es laufen Bullet For My Valentine und ich beende diese Zeilen für heute! Wir freuen uns wie Bolle auf Alcatraz, die Golden Gate Bridge und die Cable Cars. Das Straßenschild sagt 88 Meilen bis Frisco! Danach steht noch ne Woche Bade-Urlaub an der Küste auf dem Plan. Santa Barbara, und L.A., seid bereit! 😉 Und dann geht es leider wieder nach Hause! Schnief! Wie sollen wir uns bloß wieder an Deutschland gewöhnen? Tausche Ford Mustang gegen VW, tausche Freiheit und lange Straßen bis zum Horizont gegen pimmelige Kleinstädte, tausche California Dreaming gegen Lower Saxony Nightmare! 😉 Over and out...... 😉