(Universal) Hype, Hype, Hype! Das riecht ja schon immer verdächtig, wenn es solch eine Promo-Offensive gibt und Vergleiche zu den ganz Großen im Biz aufgelistet werden. Was soll man da denken? Ist man schon voreingenommen oder beeinflusst? Egal, gehört habe ich bis dato noch nichts, doch die Bildersprache der Bandfotos lässt einige Vermutungen in den Kopfraum schießen. Metal-Boyband zum aberhundertsten Male? Mehr Schein als Sein? Es ist ja wie bei einem Film, über den man schon so viel gelesen hat, beeindruckende Trailer gesehen hat. Da ist die Erwartungshaltung ja schon sehr hoch. Sind dann im Film nur die bereits im Trailer gesehenen Szenen die wahren Highlights und sonst nichts, ist man ja letztendlich schon enttäuscht.  So, jetzt aber Vermutungen, Spekulationen und Vorabinfos beiseite und CD eingeschmissen......... deadbyapril-band2Und was kann ich nach den Hördurchläufen sagen? Ich bin positiv überrascht. Äußerst positiv. DEAD BY APRIL liefern auf Ihrem gleichnamigen Debüt (jawoll DEBÜT!!!) eine wahrlich beeindruckende Vorstellung ab, die ich so jetzt doch nicht erwartet hätte. Und das ist dann der doppelt positive Effekt, wenn man schon nichts „Dolles“ erwartet und es dann so gewaltig aus den Boxen schallt, dass man noch immer mit halboffenem Mund vor der Anlage sitzt. Was die fünf Schweden hier zelebrieren, ist zum einen für ein Debüt dermaßen eigenwillig, dass man nicht vermutet, es hier mit dem ersten Longplayer der Band zu tun zu haben. Raunchy meets Linkin Park meets Fear Factory. Ohrwurmgarantie. Pop meets Metal in ihrer ganz eigenen Kategorie. Brachiale Wut trifft auf melodische und mitreißende Pop-Parts. Einfach Klasse und definitive Abwechslung beim Hören sind Pflichtprogramm in jedem einzelnen Song. Ich kann nur meinen Hut ziehen für das, was die Jungspunde aus dem Elchland hier abziehen. Dafür benötigen andere Bands zwei, drei oder noch mehr Alben, um einen solchen Qualitätsklotz abzuliefern. Verdammt: und ich habe gesucht..... wirklich! Doch ich konnte keinen Ausfall auf diesem Album ausfindig machen. DEAD BY APRIL's „Dead By April" bietet einfach Klasse statt Masse. Hier trifft die galant und zu oft verwendete Phrase: „All Killer, No Filler!“.....denn es gibt keinerlei Füllmaterial. Bleiben wir gespannt, was die Jungs auf Album Nummer Zwei abliefern. Kann dieses sehr hoch ausgefallene Niveau gehalten werden, oder bleibt man als Eintagsfliege in skandinavischen Gefilden stecken? Auch egal, denn vorerst hat man ja „Dead By April" und kann damit erst einmal glücklich werden, beziehungsweise sich musikalisch beglücken lassen. Viel Spaß dabei ......Und checkt unbedingt die Online-Verlosung (hier!) auf diesen Seiten zu DEAD BY APRIL!!! Album-VÖ: 18.09.2009