(Trustkill) „Sleepwalking“- so heißt das neue, am 21.08.09 veröffentlichte Album der fünf Texaner von MEMPHIS MAY FIRE. Und diese Rille hat es wahrlich in sich! Die 10 energiegeladenen Tracks pusten dem Hörer eine gehörige Prise rotzigen Southern Rock gepaart mit derben Emocore-Passagen durch die Gehörgänge. Ja, richtig gehört, Southern Rock und Emocore! „Das passt doch nicht“ werden sich viele sagen. Doch ganz im Gegenteil: diese hochexplosive Mischung geht perfekt auf, so dass es eine wahre Freude ist. MEMPHIS MAY FIRE zelebrieren auf dem gesamten Album den guten alten Southern Rock der 70er und pimpen diesen perfekt durch die drückenden Shoutparts auf. Dadurch bekommt das gesamte Album eine wunderbar angenehme Frische, die viele Bands aus dem Emocore / PostHarcore-Genre nur allzu oft vermissen lassen. Dem Fan wir dabei sofort auffallen, dass mit Frontmann Matt Mullins am Gesang ein Neuzugang zu verzeichnen ist. Und wie sich schon nach dem ersten Hören zeigt, war dies eine verdammt gute Wahl! MemphisMayFire3_pic-credit_Cal-Knapp_jpgDie Musik von MEMPHIS MAY FIRE hebt sich insgesamt durch mehr Aggressivität, Drive und vor allem einer ordentlichen Schippe Coolness deutlich von der des selbstbetitelten Vorgängeralbums „Memphis May Fire“ ab. Die Gitarren grooven dermaßen ab, dass es auch bei größter Selbstbeherrschung kaum möglich sein wird, ruhig sitzen zu bleiben. Was MEMPHIS MAY FIRE mit ihrem zweiten Album vollbracht haben, ist wirklich großes Kino! Mit einer scheinbar spielenden Leichtigkeit schaffen es die Texaner, sich aus den verschiedensten Musikstilen die Rosinen herauszupicken und diese zu einer perfekten Einheit verschmelzen zu lassen. Wer Bands wie Every Time I Die oder He Is Legend mag, dem sei an dieser Stelle „Sleepwalking“ mit höchstem Nachdruck empfohlen! Album-VÖ: 21.08.2009