(Roadrunner) Während das kürzlich erschienene Cover-Album auch für Fans doch eher Geschmackssache war, waren einige der nachgespielten Songs doch alte Hüte bzw. die Versionen zum Teil sehr nah am Original, ist das aktuelle Werk wieder eine Macht für sich. Mit dem selbst betitelten neuen Output werden dem Hörer 14 deftige Tracks um die Ohren gehauen, die mit der einen oder anderen Neuerung aufwarten. Der ganze Longplayer klingt schön frisch und hat einen deutlichen Metal Input, was unter anderem an der Rückkehr von Gründungsmitglied Wayne Lozinak liegen könnte, der eine ganze Reihe cooler Riffs zum Besten gibt, die schön metallisch und vor allem technisch anspruchsvoll daherkommen. Die Rhythmik ist zudem öfter auch mal ungewohnt vertrackt und packende Tempiwechsel sorgen neben zahlreichen Moshparts zusätzlich für Abwechslung. hatebreed-bandNatürlich ist die Tough Guy Attitüde noch immer mit von der Partie und immer wieder gibt es typische Beat-Down-Stellen in den Songs, doch an anderen Stellen wird hier mit Phil Anselmo-mäßigem Gesang experimentiert und auch mal auf Sick Of It All-mäßige Mitsingparts gesetzt. Darüber hinaus gibt es sogar ein Instrumental zu vermelden, das den metallischen Charakter der neuen musikalischen Ausrichtung genauso unterstreicht wie die Slayer-Verweise. Schon der Opener ist ein Brutalo Hymne, die ihres gleichen sucht. Auf Albumlänge ist zwar die ein oder andere Länge zu vernehmen, denn natürlich erfinden HATEBREED das Rad nicht neu und haben schon eine Reihe von ähnlich klingenden Longplayern veröffentlicht. Es wäre zu wünschen, dass die Experimente beim nächsten Mal noch konsequenter fortgesetzt werden. Der vorliegende Vorschlaghammer macht trotz dieser Kritik eine Menge Spaß und sollte den ein oder anderen Metal-Head ins Hardcore-Lager schnuppern lassen. Szenedenken ist hier absolut nicht mehr angebracht. Fett! Album-VÖ: 02.10.2009