(Rodeostar / Sony) Mit einem dicken fetten Roundhouse-Kick melden sich ELECTRIC EEL SHOCK endlich zurück. Obwohl Roundhouse-Kick ja eher typisch für Chuck Norris – also eher amerikanisches Markenzeichen - ist und nicht wie der Sound des japanischen Trios. Seit 1997 tummeln sich die Garagen-Nerds noch immer in Urbesetzung im weltweiten Musikbiz. Mit „Sugoi Indeed" legt man mittlerweile den siebten Streich vor und die Jungs klingen keineswegs abgewetzt oder verbraucht. Nein, hier würden selbst Bruce Lee (Gott hab ihn selig) und Chuck Norris weiche Knie bekommen, wenn sie noch im Ring stehen würden. ees_promo1_350pxDie Power, welche die ELECTRIC EEL SHOCKs mit „Sugoi Indeed" versprühen, hält sich über die komplette Albumlänge. Alle zehn Songs krachen einem gewaltig vor den Latz, als würde man gerade von einem Chuck Norris Roundhouse-Kick durch den Saal geschüsselt werden. Die Japaner benötigen für ihre Songs glatte 31,20 Minuten, um den Hörer niederzustrecken. Und wer bereits einem Live-Gig der Jungs beigewohnt hat, sollte um ihre Live-Qualitäten wissen. Auf „Sugoi Indeed" setzt man dieses hohe Live-Energie-Level auf Konserve um und aus den Boxen knallt eine garagig-punkige Rotz-Mischung aus Fugazi, Danko Jones, Queens Of The Stone Age und den Datsuns – alles ordentlich in den 36 Kammern der Shaolin durchgekickt. OK, einige werden jetzt sagen, dass man hier das typisch japanische, den allseits bekannten „J-Rock-Touch“ vermisst, doch das tut „Sugoi Indeed" keinen Abbruch. Das Energielevel bleibt konstant auf Stufe 10 (ja, ja, wenn wir Spinal Tap als Ausgangspunkt nehmen würden, kämen wir auf Level 11 – aber egal!) bis zum letzten Song. Es fällt schwer, dem Sound der Jungs zu widerstehen. Die Beine wollen fast wie von allein zucken, der Arsch fängt quasi an zu wackeln, der Kopf nickt Zombie-like wie von Geisterhand. Das will was heißen. Catchy Melodien und trotzdem wird man immer mal wieder positiv von urplötzlichen Breaks positiv überrascht. Der Spaßfaktor ist oberstes Gebot und man darf auf eine neue Tour zum Album gespannt sein. Album-VÖ: 02.10.2009