(Arctic Rodeo Recordings) Warum KEVIN DEVINE bis heute in Deutschland noch nicht den richtigen Durchbruch hatte, werde ich wohl nie verstehen, steht er doch mit seinem Talent Kollegen wie Elliot Smith, Ryan Adams und Rufus Wainwright in nichts nach. Ob sich das allerdings mit seinem neustem Werk „Brother´s Blood“ ändert, ist fragwürdig. Dabei beherrscht er das Spiel zwischen laut und leise wie kaum ein anderer. Dazu kommt diese unglaubliche Stimme, pendelnd zwischen sanft und wütend. kevindevine-band„Brother´s Blood“ ist nun schon das fünfte Album des immer tourenden Songwriters und nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Majors ist er auf ein Indie Label zurückgekehrt. Man könnte annehmen, dass man diesen Wechsel merkt, wirkt „Brother´s Blood“ doch stellenweise rauer als der Vorgänger „Put Your Ghost To Rest“. Trotzdem hat man das Gefühl, das Album plätschert ein wenig vor sich hin. Herausstehend sind lediglich ‚Carnival’, ‚I Could Be With Anyone’ sowie der Titelsong ‚Brother´s Blood’. Im Ganzen ist „Brother´s Blood“ sicherlich kein schlechtes Album und bringt jeden Melancholiker sicher durch den Herbst und vielleicht noch bis in den Winter, wird sich dann aber wahrscheinlich in die Versenkung der vergessen Platten begeben, da sich ein richtiger Ohrwurm leider nicht einstellen will. Album-VÖ: 06.11.09