(Plastic Head / Soulfood) Aus dem vereinigten Königreich weht mal wieder ein frischer Wind. Nach ihrer bereits vielerorts abgefeierten EP „Black Summer“, steht nun endlich ihr Debüt „Winds Of Osiris" in den Startlöchern. In England wurde man bereits als „next big thing“ tituliert, das kommt dort ja häufig vor und in vielen Fällen auch zu voreilig. Bei dem vorliegenden Dutzend Songs kann man dem aber nur beipflichten. Dass die EP schon einiges vermuten ließ und bereits gewaltig gut durch die Boxen krachte und nicht zu Unrecht Vergleiche mit The Bronx aufkommen ließ, kommt nicht von ungefähr. Mit „Winds Of Osiris" legen THE PLIGHT nun ordentlich nach. Eine feurig würzige Hardcore-Punk-Brise zischt bereits nach den ersten Tönen von „Winds Of Osiris" durch die Boxen. Messerscharf zirkeln sich die Gitarrenattacken und fetten, tonnenschweren Riffs durch die Gehörgänge treffsicher ins Trommelfell. Kantig und roh serviert das Quintett aus Leeds seinen ganz eigenen Hardcore-Punk-Bolliden mit Riffs, die auch aus einer Symbiose von Black Sabbath und Lynyrd Skynyrd hätten stammen können. theplight-bandTHE PLIGHT setzen ihre Mixtur aus Hardcore,  Punk- und Metal-Elementen sehr gekonnt, leidenschaftlich und vor allem eigenständig in Szene. Hier wird nicht auf szenetaugliche Trends geschielt. Zusätzlich zu ihrem Mini-Debüt verfeinert man den Sound auf dem vorliegenden Full-Length-Album noch weiter mit leichten Prog- und Southern-Elementen und auch das Songwriting ist technisch weiterentwickelt worden, was den Gesamtsound noch abwechslungsreicher und interessanter auftrumpfen lässt. Man machte bereits im Vorprogramm diverser Bands eine sehr gute Figur und wurde nicht nur einmal von Fans und Presse abgefeiert. Nun anderthalb Jahre nach ihrer EP untermauern die quirligen Jungs ihren Stand in der Szene und manifestieren ihren Status auch weiterhin als relevante und ernstzunehmende Band, mit der man auch nach 2009 noch rechnen kann und sollte. Ihre Mixtur wird definitiv nicht nur in der üblichen Hardcore-Punk-Szene für Furore sorgen und Anklang finden, dessen sollte man sich jetzt sicher sein. Hier bekommt man audiovisuell ein Rundum-Glücklich-Paket, denn schon wie bei „Black Summer“ liefert man zu den großartigen Songs auch wieder ein Hammer-Artwork ab. Nein, „Winds Of Osiris" kann einfach niemanden enttäuschen – zuschlagen und überzeugen lassen. Außerdem sollte man THE PLIGHT unbedingt live anchecken, um sich auch von den furiosen Live-Qualitäten überzeugen zu lassen. Wer auf The Bronx, Gallows, The Ghost Of A Thousand, Cancer Bats, Every Time I Die oder The Bled steht, sollte hier unbedingt zuschlagen. Album-VÖ: 18.12.2009