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FEAR FACTORY – Mechanize

Cover-FF_Mechanize

(AFM Records / Soulfood Music)

“Mechanize” ist startklar, um ab Februar die Boxen wieder feuerrot glühen zu lassen. FEAR FACTORY sind endlich wieder back. Und das mit vereinten Kräften. Vor allen Dingen ist Schwergewicht und Songwriting-Talent Dino wieder back im Boot. Außerdem mit von der Partie sind Bassist Byron Stroud (Strapping Young Lad, Zimmers Hole) und Schlagwerker-Genie Gene Hoglan (Strapping Young Lad, Dark Angel). Zu guter Letzt sollte man natürlich auch Burton C. Bell erwähnen, der seit jeher das Markenzeichen am Mikro darstellt und auf „Mechanize“ seine Qualitäten mehr als würdig unter Beweis stellt.

FEARFACTORY_M-P04Was hat man nun aber zu erwarten, nachdem das letzte Album „Transgression“ (2005) fast satte fünf Jahre zurückliegt? Und auch das Album von 2004, „Archetype“, hatte eher wärmere Töne zu bieten, als in FEAR FACTORY‘s Anfangstagen bis hin zum meistgenannten Klassiker „Obsolete“. Auf „Mechanize“ holen Rückkehrer Dino Cazares und Neuzugänge Stroud und Hoglan mal eben Abrissbirne und Dampfhammer heraus, um jede noch so dicke Wand einzureißen. Von wegen Ausruhen und seichte Töne, wie man vielleicht auch nach Burton‘s Soloausflug Ascensions Of The Watcher hätte vermuten können. Nein, “Mechanize” geht vom ersten Ton an ins die Vollen. Hier werden keine Gefangenen gemacht. Der Vierer kennt keine Gnade. Auch textlich wird keinerlei Rücksicht auf z.B. die beiden ehemaligen Mitglieder (Olde-Wolbers & Herrera) genommen, die noch die Namensrechte angefochten haben. Kalte metallische und brutale Härte werden geboten – so wie man es sich erhofft hat. Das, was das Herz von FEAR FACTORY von jeher als Trademark ausmachte.

FEARFACTORY-Burton_DinoHart und brutal wird auf neun Tracks und einem Instrumental Industrial-infizierter Metal wieder salonfähig gemacht und qualitativ auf höchstem Niveau präsentiert. Aggressive und messerscharfe Riffs fräsen sich durch die Gehörgänge. Treibende Rhythmus-Gewitter stampfen durch die Boxen. Rockige Anklänge sucht man vergebens. Es gibt nur wenige Verschnaufpausen auf „Mechanize“. 44 Minuten pure Gewalt bricht durch die Boxen. Selbst wenn Burton in Refrains seine cleanen Vocals zum Besten gibt, bleibt ein kühler und düsterer Unterton spürbar in der Luft, welches das  außerordentlich metallisch kalte „Mechanize“ zu einem kompakten und bis zur letzten Minute aufregenden Comeback-Werk macht. Selbst das anderthalb-minütige ‚Metallic Division’ fällt hier als Instrumental nicht aus dem Rahmen und leitet perfekt in den letzten Track ‚Final Exit’ über, welcher sogar mit über acht Minuten ein grandioses Finale von „Mechanize“ darstellt. Zwei Daumen, nein zwei Fäuste hoch für dieses Mach(t)werk von frischen und knallharten vier Ausnahmemusikern, die back in Business sind.

Sind wir gespannt auf die Digi-Version und den darauf enthaltenen Bonustracks, sowie der angekündigten Box in Form eines Werkzeugkoffers! Yeah, Hammer!!!!!!

Album-VÖ: 05.02.2010

5 von 6 Punkten
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