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A HERO A FAKE – Let Oceans Lie

cover-AHAFlet

(Victory / Soulfood)

Nach dem Debüt „Volatile“ von 2008 stellen A HERO A FAKE nun den Nachfolger in die Regale und anschließend hoffentlich in diverse Abspielgeräte. Die sechs sympathischen Jungs aus Charlotte, North Carolina, haben sich bereits 2004 gegründet, sind also mittlerweile auch schon einige Jahre musikalisch unterwegs. Auf „Let Oceans Lie” servieren sie uns keine leichte Kost. Man kann mit Recht behaupten, dass ihr Vorgänger „Volatile“ auch schon schwere Kost war, aber um einiges eingängiger und doch in vieler Hinsicht etwas leichter zu verdauen das neue Werk.

Die immer wieder auch berechtigten Bandverweise auf z.B. Between The Buried And Me oder Opeth haben die Jungs nicht wirklich gestört und auch eher als Kompliment aufgefasst. Auf „Let Oceans Lie” haben sie den progressiven Touch noch weiterentwickelt. Gesang und Gitarrenarbeit sind noch um einiges variabler und einen Schritt weiterentwickelt worden. Die Vielfalt und Abwechslung, die diese sechs Jungspunde an den Tag legen, ist unglaublich. Da könnten sich so einige Bands ein Scheibchen von abschneiden. Auch wenn „Let Oceans Lie” nicht beim ersten Hördurchlauf hängen bleibt, wächst sie mit jedem Weiteren und bereitet immer wieder Spaß an der Entdeckung neuer kleiner Details, die das Zweitwerk bereithält. Zuckersüße Hooklines, ebenso brettharte Breakdowns aber auch immer wieder sperrige Riffs, die sich erst nach mehrmaligem Hören sinnvoll zu erkennen geben.

aheroafake-bandA HERO A FAKE haben ihre Experimentierfreude auch auf Album Nummer zwei nicht verloren, man kann diesmal sogar Ausflüge in den Popbereich ausmachen, sowie leichte Southern-Rock-Tendenzen und auch südamerikanische Töne. Satte elf Songs, sowie einen Hidden Track, den man keineswegs vergessen sollte, denn der lohnt ebenso, wie die offiziell betitelten Songs. Alles in Allem ist „Let Oceans Lie” ein kraftvolles und starkes, vor Ideen strotzendes Progressive-Post-Hardcore-Paket mit Langzeitwirkung. Respekt für diese Entwicklung und einen gelungenen Nachfolger. Wenn das nächste Werk mit der gleichen Energie weitergeführt wird, sollten wir uns schon jetzt auf ein Knalleralbum freuen. Wer auf bereits erwähnte Combos, sowie The Devil Wears Prada, The Bled oder Alesana steht, sollte hier zugreifen.

Album-VÖ: 29.01.2010

4.5 von 6 Punkten
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