(Victory / Soulfood) Man hörte und las es bereits an vielen Stellen: Das neue FREYA Album ist im Anmarsch. Die Erwartungshaltung war also groß, was die neue Veröffentlichung der Jungs aus Syracuse, New York, anbelangte. Diverse Line-Up-Wechsel und neue Mitglieder in den FREYA-Reihen gab es seit 2008 zu vermelden. Da war man dann umso mehr gespannt, wie sich das auf das Songwriting und den gesamten Entstehungs-Prozess der neuen Scheibe auswirken könnte. Die Erwartungen an Karl Büchner, den alten Earth Crisis-Recken, sind also entsprechend angeschwollen, seit ihrer letzten Scheibe „Lift The Curse“ aus dem Jahre 2007. Zuallererst sei erwähnt, dass es sich bei „All Hail The End" um ein lupenreines Konzeptalbum handelt. Das erste in der FREYA Laufbahn. Textlich wird hier auf diverse „human failures“, wie Korruption, und ähnliche menschliche Fehler, die die gesellschaftlichen Systeme aus den Fugen geraten lassen, eingegangen. Eine weitere Entwicklung auf „All Hail The End" ist das stimmliche Spektrum, in das sich Karl Büchner begibt. Diesmal gibt es dämonische Growls, klassische Shouts und auch hier und da sehr hohe Screams zu entdecken. Außerdem experimentiert man weiterhin ein wenig mit ausgefallenen Rhythmen und auch orientalischen Tönen, die man so von einer New York Hardcore Veteranen-Truppe nicht erwartet hätte. Sogar Chöre warten im Background auf. Damit hätten wir schon mal diverse Neuerungen im Soundkorsett der Band ausgemacht. „All Hail The End" bietet also insgesamt abwechslungsreichen Hardcore mit vielen interessanten Zutaten, welcher diesen Victory-Release ein weiteres Mal strahlen lässt. freya-bandSatte 13 Songs bietet der aktuelle Longplayer, der ein großes Spektrum an Ideen und ausgefallenen Songs bereithält. Vom schleppenden, alles niederwalzenden, monotonen Doomkracher über Midtempo-Riff-Attacken bis hin zu treibenden, sich einfräsenden, aggressiven und metallischen Krachern hält „All Hail The End" eine wahre Palette an Abwechslung bereit. Auch wenn man hier und da noch einiges hätte weiter ausfeilen können, so hat sich das Warten auf die neue FREYA wahrlich gelohnt. Ein New York Hardcore-Blumenstrauß an Melodien zum Frühlingserwachen, dargeboten von  ausgezeichneten Earth Crisis-Erben. Denn dem Frühling bleibt nichts anderes übrig, als bei diesem Feuerwerk aus dem Schlaf zu erwachen und sich flugs in den Circle-Mosh-Pit zu begeben. Album-VÖ: 29. Januar 2010