entershikari-band2Charakteristika wie „Familien-zusammenhalt“, „leidenschaftliche Hymnen“ oder das „ergreifende Auftreten“ werden in zukünftigen Geschichtsbüchern eine Revolution beschrieben, deren Ursprünge auf das südliche Hertfordshire Englands zurückzuführen sind. Der Schlachtruf dieser Revolution war…ENTER SHIKARI! Lasst uns das Interview mit einem Zitat beginnen. Seymour Stein, der Gründer von Sire Records sagte über euch: „ENTER SHIKARI is not a band , ENTER SHIKARI is a revolution“ Chris: Ich gebe ihm vollkommen recht! (lacht) Wir sind so eine starke Einheit als Band, haben so viel Spaß an unserer Musik. Das Wichtigste daran ist, wir bewegen mit unserer Leidenschaft so viele Leute. Fans, die uns so treu sind und denen wir so dankbar dafür sind! Auch das ist eine unzerbrechliche Einheit! Gemeinsam sind wir eine unbezwingbare Revolution, die über das Land rollt! Das Aushängeschild eurer Revolution ist in einer einzigartigen und impulsiven Liveshow verpackt… Roughton: Jede Show ist anders. Es ist vorher schwer zu sagen, wie eine Show wird. Man hat diesen einen Augenblick, sobald man die Manege betritt und den muss man packen, bedingungslos. Dieser eine Augenblick entscheidet, ob man die Revolution gewinnt oder die Fahnen niederlegt und kapituliert! Wenn wir gut drauf sind, das Publikum mitzieht, dann wird dieser Abend unvergesslich! Und? Infiziert! Bäm! (lacht) Was meint ihr erweckt auf der Fanseite mehr Interesse…eine gewisse Nähe zum Publikum oder der typische unerreichbare Rockstar, das Mysterium? Rob: Wir versuchen manchmal Rockstars zu sein…(lacht) Chris: (lacht) Aber zum Glück haben wir ja unseren Tourmanager, der uns immer wieder auf den Boden zurückholt. Rob: Beides erweckt denke ich Interesse…es hängt aber davon ab, wie du als Band auftreten möchtest und wo du hin willst. Für uns trifft ganz bestimmt der erste Punkt zu. Chris: Die Zeiten haben sich auch ein bisschen geändert, glaube ich. Früher gehörte es dazu, dieser unerreichbare Star zu sein. Eventuell hat aber auch das Internet dem entgegen gewirkt! Man kann ja Nichts mehr geheim halten, irgendwie kommt es ja doch ans Tageslicht. Lasst uns kurz über 'Sorry, You’re Not A Winner', eure Revolutionshymne, sprechen. Hättet ihr Anfangs gedacht, dass euch dieser Song so prägt? Roughton: „It’s our signature song“… Wir werden ihn nicht mehr los! (Klatscht in die Hände) Rob: Wir haben mal versucht, ihn im Set wegzulassen, ihn nicht zu spielen…Das klappt nicht, vergiss es! Die Fans wollen ihn hören… Das Problem haben aber viele Bands! Chris: Auf der anderen Seite sind wir aber auch stolz drauf, einen solchen Song zu haben! Genau so wie ‚Paradise City’ zu Guns n‘ Roses gehört oder ‚Crazy’ zu Aerosmith! Vollkommen! entershikari-bandENTER SHIKARI steht auch für „DIY“ (Do It Yourself). Eure Familien sind beruflich im Bandgeschehen mit involviert. Könnt ihr uns einen kleinen Einblick in dieses „Familienbusiness“ geben? Roughton: Unsere Väter sind alle Teil des Managements. Es war schon immer so. Unsere Familien oder Freunde haben uns so sehr unterstützt. Ob Merch oder Busfahren…alles dabei. Es ist ein wundervolles Gefühl, von ihnen auf Tour begleitet zu werden. Diese Geborgenheit gibt uns viel Kraft. Ihr wart die zweite Band, nach The Darkness, die Londons Astoria als ungesignte Band komplett gefüllt hat! Sold out! War das der Wendepunkt eurer Karriere? Chris: Definitiv! Der Abend in der Astoria hat viel verändert…Wir waren auf Tour und sollten in London spielen. Eigentlich hatten wir einen viel kleineren Laden gebucht, dieser war aber sehr schnell ausverkauft. Dann wurde das Konzert in die Astoria verlegt und zwei Tage vorher war diese auch ausverkauft, unglaublich! Rob: Vor diesem Abend hat uns die komplette Musikindustrie ignoriert. Nur wenige haben sich für uns interessiert. Wir waren etwas ganz Neues und viele sahen uns nur skeptisch an. Aber dann kam dieser Abend! Wir wurden auf einmal ernst genommen und bekamen von allen die vollständige Aufmerksamkeit. Es kam überraschend, wir hätten damit nicht gerechnet, doch es war ein Treffer! Jackpot! Euer Song ‚Ok! Time For Plan B’ ist unter anderem in manchen EA Sports-Computerspielen zu hören. Was denkt ihr darüber, ist es heutzutage wichtig, als Band mit einem Song in einem Computerspiel vertreten zu sein? Ich meine diese Kombination ist ja in letzter Zeit sehr populär geworden… Roughton: Da gebe ich dir recht! Die Zusammenfügung von Musik und Computerspielen ist in letzter Zeit sehr beliebt geworden…Die Leute wollen keine Musik kaufen, sondern sie interessieren sich für ein bestimmtes Spiel. Klar ist Musik in dem Spiel nur als Begleitung gedacht, aber man kann dadurch eine weitere große Anzahl von neuen potentiellen Fans erreichen, die sich vorher nicht bewusst mit uns auseinander gesetzt haben. Man öffnet dadurch eine neue Dimension…Um nur als Beispiel „Guitar Hero“ zu nennen. In diesem Spiel werden sogar manchmal die ersten Singleauskopplungen von Bands veröffentlicht. Chris: Auch auf Konzerten haben uns viele Fans drauf angesprochen. Viele meinten, dass sie uns erst über Madden oder NHL kennengelernt haben. Euer aktuelles Album ist seht politisch. Wurde ENTER SHIKARI schon seit den Anfängen von Politik beeinflusst? Rob: Wir haben uns schon immer sehr viel mit Politik beschäftigt und uns dafür interessiert. Doch erst bei unserer aktuellen Platte wurde alles sehr direkt. Was können wir von euch in diesem Jahr erwarten? Chris: Zunächst gehen wir auf eine kleine Japan-Tour mit A Day To Remember und Escape The Fate. Bei der Warped-Tour in den USA sind wir auch dabei. Es wird also erst mal ausgiebig getourt und Ende des Jahres wird dann eine neue Platte aufgenommen.