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CAESARS ROME – The Company We Keep

cover-CAESARROME

(Superball / EMI )

So so, nun kommen hier schon wieder solch historisch fanatische Typen um die Ecke und machen Krach mit Fell und Sandalen oder wie? Nein, Gott sei Dank nicht. CAESARS ROME sind keine dieser Mittelalter oder wie es der Name vermuten ließe, vorchristlich angehauchten Kapellen, die mit komischen Instrumenten und eher faschingsreifen Klamotten auf der Bühne herumspringen. CAESARS ROME sind vier junge Durchschnittstypen, ohne wilde Stylingeskapaden, was schon mal beruhigt. Die Herren kommen aus Süd Wales und legen optisch scheinbar keinen großen Wert auf Trendfrisuren und geiles Emo-Standard-Outfit. Und das ist gut so, denn ihre Prioritäten haben sie zum Glück in andere Richtungen verlegt und man konzentriert sich auf die Musik. Denn das ist doch das wesentliche bevor man sich Gedanken über die Optik macht.

Das Quartett hat auf dem Full-Length Debüt, wie es der Name schon andeutet, ein zentrales Thema textlich verarbeitet: die Entwicklung als Freunde mit allem was dazugehört und mit hineinspielt. “The Company We Keep” ist aber nicht nur textlich rundum stimmig, auch die Songs fügen sich hervorragend in diesen textlichen Rahmen ein. Man kann anhand der Titel und der dazugehörigen Musik förmlich mitfühlen, wie die Stimmung sich entfaltet und was die Protagonisten ausdrücken wollen. Das gelingt nicht vielen auf einem Debüt-Album, dass textlich und musikalisch Geschichten und Stimmungen vermittelt werden, so dass man sich förmlich fühlt als wäre man selbst dabei.

CAESARSROME-bandIhre Musik besticht durch melancholische Hooks, einem zarten Gerüst aus leicht prickelnden Gitarren und immer wieder zauberhaften Melodien. Außerdem besticht das Debüt durch äußerst gelungene Arrangements und immer wieder auch Ausflüge in Wall Of Sounds, die aber immer stimmig in den Gesamtsound einfließen. Die zehn Songs auf “The Company We Keep” ergeben ein stimmiges und rundes Gesamtbild, welches in Richtung Post Rock mit gelegentlichem Emo-Rock Einschlag tendiert, mit sehr viel Tiefe und Gefühlen. Aufgenommen wurde das Ganze in Cardiff unter der Leitung von Romesh Dodangoda, der schon mit Funeral For A Friend, den Manic Street Preachers, The Blackout oder auch Kids In Glass Houses zusammenarbeitete und der den Gesamtsound perfekt eingefangen und herausgearbeitet hat. Freunde von Manic Street Preachers, Foo Fighters, Thrice, Jimmy Eat World aber auch Brand New oder InMe sollten hier mal ein Ohr riskieren, sie werden nicht enttäuscht.

Anspieltipps sind folgende Nummern: ‚Kicking Down Castles’, ‚High On The Nines’ und ‚O’Captain’ … aber auch die restlichen sieben Songs könnte man jetzt aufzählen.

Album-VÖ: 19.02.2010

4.5 von 6 Punkten
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