Nun ist es endlich soweit. Die Reggae-Metaller von SKINDRED begehen ihre erste Deutschland Tour als Headliner. Den Anfang dabei macht der Gig im Hamburger Logo. Mitgebracht haben sie unter anderem die Band FOREVER NEVER. Die Jungs aus London machen an diesem Abend auch den Anfang. Vor gut gefüllten Reihen, die gleich einen dichten Kontakt zur Bühne haben, schmeißt die Band um Sänger Renny Carroll ihre Hits in die Masse. Treibende Beats, teils vertrackte, teils klare Songstrukturen treiben das Set voran. Die Menge findet Gefallen und geht ordentlich ab. Der Sound dabei ist gut, nur die Abwechslung fehlt in den Songs des Quintetts ein wenig. Zu viel hört sich ähnlich an.
Die zweite Darbietung wird da schon wesentlich skurriler . Die Deutschen von DIORAMIC entern die Bühnenbretter. Bei der ersten Ansage des sehr schmächtig aussehenden „Zivis“ da auf der Bühne, denkt man unweigerlich an eine mittelständische Dorfcombo, die sich anschickt, eine Weltstadt zu rocken. Entsprechend mit Zurückhaltung wird das Ganze vom Publikum erstmal kritisch beäugt. Was sich aber dann für ein Songgewand auftut, hat man auch selten gesehen. Hier wird alles verarbeitet, was jemals mit Gitarrenmusik zu tun hatte. Rock n Roll meets Death Metal meets Metalcore meets Hardcore meets Schmuse/Akustik Rock… Keine Ahnung was noch alles. Frontmann Arkadi Zaslavski hat ein Pedal-Board vor den Füssen liegen, welches fast schon die Hälfte der Bühne einnimmt. Aber was er damit macht und die anderen dazu, ist von einer spielerischen Präzision geprägt, welche man so auch selten gesehen hat. Nur der Gesang ist nicht so toll, aber bei den vielen Instrumentalparts auch völlig egal.
Nach einer kleinen Pause meldet sich nun der Hauptakt zu Wort. Und wie. Man mag von SKINDRED’s Musikart ( I fuckin love it! – Anmerkung des Verfassers) halten was man will, aber eines kann ihnen keiner abschreiben. Sie sind eine der besten Live-Bands dieser Erde. Von Minute Eins an rocken Benji und Co. das Logo wie die Sau. Hier passt einfach alles. Songauswahl, Sound, Stage-Acting. Es kommen an diesem Abend Songs aller drei Alben zum Einsatz und das Publikum ist außer sich. Solch ein Gedränge in Richtung Bühne, sodass Tourmanager Matt die ganze Zeit damit beschäftigt war, die Monitore zu richten und so als fünftes Bandmitglied galt, hat das Logo auch lange nicht gesehen. Frontmann Benji hatte so viele Klamotten an, dass er bei jedem Kleidungsstück, welches er Song für Song abwarf, immer wieder anders aussah. Von Ordenjacke, über Camou-Shirt bis hin zu Shorts mit Hosenträgern. Abwechslung war auch in dieser Hinsicht geboten. Es waren zwar leider nicht alle Highlight der drei Scheiben dabei, aber das war bei dieser Darbietung und Songs wie ‚Ratrace’, ‚Pressure’, ‚Trouble’, ‚Nobody’, ‚Roots Rock Riot’, ‚Stand For Something’, usw. auch schon mehr als egal. Saugeil!!!!!!!!
(Alle Fotos von Pierre Heinemann)


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der gitarrist: DAS IST DOCH ZOSSE!!!!!!!!!!
hehe…
jau, geiler skindred gig! hammer:
“you can’t download this atmosphere!!!!!”
SACH MA!!!!!
na warte, wenn ich dich erwische!
das ist ja nicht gerade schmeichelhaft!