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KEN – Yes We Ken

cover-yesweken

(Strange Ways / Indigo )

Aydo Abay ist back. Zwar nicht mit Blackmail, dafür mit seinem zu Blackmail-Zeiten Projekt-ähnlichen Bandgefüge KEN. Avanciert ist dieses Nebenprojekt nun doch vorerst zu einem Hauptprojekt und somit „ken we talk“ von einer Band. Auch in Amerika hat sich viel getan, denn ein Nachfolger für Bush ist endlich gefunden, Barrack Obama war die Überraschung, die Sensation und alle Welt jubelt: „YES WE CAN!“ … alle Obamanics atmen erst und schreien dann auf! Ja, und aufatmen kann man auch hierzulande, denn wie eingangs erwähnt, einer der Ausnahmesänger der Indie-Pop-Rock-Szene, wenn man das so sagen darf (und falls es solch eine gibt) ist back in Business. Und auch er kann lauthals sagen: “Yes We … Ken“.

Ob er mit KEN nun nahtlos an die stetig wachsenden Erfolge seiner alten Band Blackmail anknüpfen kann, wird sich noch herausstellen, da KEN stilistisch in weit poppigere Gefilde eintauchen, das Trademark ist aber auch hier ohne Zweifel das einprägsame und fabelhafte Organ von Aydo Abay. Mit an Bord bei KEN sind außerdem weiterhin u.a. Guido Lucas, Oliver Fries, Georg Brenner, Marcel Von Der Weiden und Neuzugangs-Drumspezi Michael Borwitzky. Dieses Quintett macht auf “Yes We Ken” alles richtig und von einem losen Gefüge oder Experimenten-Dasein ist nicht viel zu spüren – auch wenn man ab und zu soundgeschnipselt experimentiert.

aydo1Das Songmaterial versprüht trotz leicht melancholischer Tendenzen ein angenehm freudiges Frühlingsgefühl. Man hört förmlich immer wieder die ersten Vögel zwitschern und die ersten Knospen sprießen, wenn Sir Abay seine Melodien ins Mikro schickt. Auch kleine Punkabstriche tun diesem Output gut, so dass auch hier die Berührung nicht gescheut wird. Der leicht spacige Touch hier und da lässt einen schweben. Das macht Lust und Appetit auf mehr und drückt vor lauter Freude die Repeat-Taste seines „Was-Auch-Immer-Gerätes“ und lässt sich abermals verzaubern und in andere Frühlingssoundlandschaften entführen.

Wer Blackmail mochte und abgelutschte Placebo-Vergleiche liebt, wer den poppigeren Queens Of The Stone Age nicht abgeneigt ist, oder auch den BritPop nicht verabscheut, der liegt hier richtig. Hier kann man aufatmen, hier kann man einatmen. Man spürt und fühlt nicht nur den Frühling und das Aufkeimen, nein man kann förmlich miterleben, wie hier eine Band mit Herz und Seele etwas wahrlich Schönes erschaffen hat. Man lässt sich verzaubern von Songs wie ‘Get A Life’, ‘Polecats’, ‘I’ll Sleep When You’re Dead’ und oder aber auch allen anderen – aber diese seien genannt als Anfühltipps. Einatmen, aufsaugen, ausatmen, tanzen, den Beat spüren, die Melodien fühlen, sich durch und mit “Yes We Ken” die nächsten Tage, Wochen, Monate gehörig verwöhnen lassen. KEN haben etwas Zeit benötigt, dafür etwas Zeitloses geschaffen. Danke dafür, der Frühling kann kommen, der Sommer erst recht, Herbst und Winter werden auch in ein paar Monaten dann auch wieder ihre Freude an diesem Melodienstrauß haben. Ja!

Live wird das Ganze vielleicht sogar eine Spur kräftiger in die Bahn laufen, von daher sei an dieser Stelle schon mal erwähnt, dass die Jungs bald On The Road sein werden. Näheres dann hier! Die Release Party wird am 25.02. im Ramones-Museum in Berlin stattfinden.

Album-VÖ: 26.02.2010

5.5 von 6 Punkten
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Ein Kommentar zu “KEN – Yes We Ken”

  1. hach ich freu mich!!! :)

    aydo abay ist endlich, nachdem er durch zeit und raum reiste, um uns botschaften aus der fern entlegenen galaxie “Egomanien” mitzubringen, wieder da!!!

    Gelobet sei der Herr!

    Meine Knospen sind jetzt schon ganz freudigst am aufplatzen, jetzt wo der frühling wieder da ist. auch kann ich sehen wie meine aura beim versuch hier schülerzeitungsformulierungen zu pressen grünlig-samtig schimmert und wie doll freue ich mich auf den sommer! da kann ich dann ken und vor allem dem verhinderten tenor aydo abay auf festivalbühnen huldigen und schöne verwackelte fotos auf meinem handy machen. das steht dann wenigstens deckungsgleich zu meinem geistigen und körperlichen zustand vor ort.

    in zwanzig jahren wird mir dann klar: anders als im vollrausch ist das damals auch nicht zu ertragen gewesen. zu stark das künstlerische blendwerk des demagogen abay und seiner all-star truppe aus Rheinland-Pfalz.

    ja und wie schön wir dann im winter den schneemann bauen werden, den der liebe aydo dann leider kurze zeit später auch schon wieder vernichtet haben wird, was für eine bittere pille…

    aber hey, der nächste frühling mit knospen und vögeln kommt bestimmt, es sei denn man passt im sommer nicht auf und verbrennt sich das gehirn bei dosenbier, hasch und dem krankhaften versuch einem dauernöligem, fertigem -”Sänger” kann man das ja leider in diesem fall nicht nennen- Typen etwas “geniales” abzugewinnen.

    etwas mehr “bliss” please!!!

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