THE SOUNDS – Interview

Kein Zurück mehr für die fünf Schweden!

thesoundsTHE SOUNDS-Schlagzeuger Fredrik Nilsson spricht über das dritte (für viele Bands wichtigste) Studioalbum der Band „Crossing The Rubicon“, was so viel wie „point of no return“ bedeutet, an welchem sich die Band auch selbst sieht.

„Ich finde dass wir die Kontrolle über alles in unserer Kariere gefunden haben und genau so wollen wir es auch behalten.“

Doch wie genau ist es überhaupt so weit gekommen? Wann kam der Entschluss eigene Musik machen zu wollen?

„Ich denke nachdem ich das erste Mal an einem Schlagzeug gespielt habe. Wenn ich mich recht erinnere, war das zu dem Song ‚Lithium’ von Nirvana und ich war 15 Jahre alt. Vor dem Auftritt war ich sehr nervös, doch das Gefühl danach war unbeschreiblich und ich wusste sofort, dass ich mich so oft wie es im Leben möglich ist, so fühlen wollte. Und ich fühle mich manchmal noch immer so nach einer guten Show. Dieses Gefühl treibt mich voran.“

Und wie es vorantreibt! Man kann den Spaß und die Motivation der Band, Musik zu machen, über die gesamte Bandbreite des Albums heraushören. Doch was erwartet man eigentlich von sich selbst, wenn man ein neues Album einspielt?

„Also das klingt vielleicht ein bisschen selbstsüchtig, aber alles, was ich mir von einem neuen Album erhoffe ist, dass ich glücklich damit bin. Wenn es anderen Leuten nicht gefällt, ist das in Ordnung und ich hoffe, dass sie etwas anderes finden, dass ihnen gefällt und was sie sich anhören. Doch wenn ich nicht glücklich damit bin, dann gibt es einfach keinen Grund für mich weiterzumachen.“

Ihre Dezember Tour 2009 war komplett ausverkauft. Doch wie fühlt es sich überhaupt an, durch die ganze Welt zu touren und weit entfernt von Familie und Freunden zu sein?

The Sounds-live„Es ist immer hart, von der Familie und den Geliebten getrennt zu sein, doch du musst das Beste aus der Situation machen. Du liebst sie, doch du liebst es auch zu touren und unterwegs zu sein.“

Wenn man so viel unterwegs ist und die verschiedensten Orte und Länder besucht, hat man doch bestimmt einen Lieblings-Ort an welchem man Konzerte gibt. Vielleicht ja sogar Deutschland wegen des guten Bieres.

„Leute die mich kennen wissen, dass ich niemandem den Arsch küsse, aber ja, Deutschland ist einer der Lieblingsplätze von THE SOUNDS auf Tour. Großartige Veranstaltungsorte, großartiges Publikum, und ja, großartiges Bier.“

Auch mit Musikgrößen wie den Foo Fighters durfte die Band schon gemeinsame Konzerte spielen. Wie Fredrik schon bei der Frage nach dem Willen, eigene Musik zu machen, durchschimmern ließ, war er einst ein großer Nirvana-Fan. Wie war es nun also für ihn, mit einem seiner Idole, Dave Grohl, zu touren?

„Die Foo Fighters sind eine großartige Band und sie zu treffen war unglaublich, sie sind wirklich nette Typen. Dave mit einem unserer T-Shirts in ihrem Video zu sehen war, das muss ich zugeben, wirklich cool. Er ist ein geiler Schlagzeuger!“

Wer sich live persönlich ein Bild von der Dame und den vier Herren rund um THE SOUNDS machen möchte, hat dazu am 13.03.2010 beim „Play Festival“ in Hamburg (Docks) die Gelegenheit. Lohnenswert ist diese Aktion in jedem Fall!

Am 05.03. erscheint „Crossing The Rubicon“ übrigens endlich auch offiziell in Deutschland! – Zosse

(THE SOUNDS-Live-Foto von Zosse, Fotograben Highfield-Festival 2007)

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