AC/DC, Wolfmother, Sidney, ANZ Stadium, 21.02.2010

rideme2Devil’s Horns And Hell’s Bells – Let’s Get Down To Business

Der Eiscafe auf dem Weg zur Central Station war nur der kühle Vorgeschmack auf die geballte Coolness, die mir bevorstand. Die Linie 6 chauffierte Menschenmassen, unschwer zu erkennen, wo diese hin wollten, ununterbrochen zur Endhaltestelle – Olympia Park. Die riesige ANZ Arena, das Olympia Stadion 2000, ragte vor uns aus dem Boden. Manchmal sieht man’s dann trotzdem nicht.

Bei guten 30 Grad betraten wir das Stadion und versammelten uns direkt vor der Bühne. Geziert von einem riesigen Bildschirm, einer Glocke. Zur Linken und Rechten zwei Mützen, aus denen Teufelshörner ragten, geprägt von einem großen ‘A’. Der Bereich vor der Bühne war durch einen Laufsteg zweigeteilt.

Den Startschuss gaben CALLING ALL CARS. Die drei Herren australischer Herkunft rockten mit einer HardRockPunk-Mischung die Stage. Definitiv Wert, ausgecheckt zu werden auf ihrer MySpace Seite: http://www.myspace.com/callingallcars.

Während sich nach dieser ersten Showeinlage das Stadion füllte und Geplapper die Ohren füllte, verstummten alle, als der Name der folgenden Band auf dem BigScreen aufleuchtete. WOLFMOTHER. Das aus Sydney stammende Hardrocker-Trio, bestehend aus Andrew Stockdale (Vocals/Guitar), Chris Ross (Bass/Keyboard) und Myles Heskett (Drums) feierte ihr Debüt im Jahre 2004 mit der Selftitled EP „Wolfmother“.

Als das Stadion anstatt mit Sonnenlicht nur noch mit blinkenden roten Hörnern gefüllt war, wurde es Zeit…

acdcEin Cartoon eröffnete die Show. Devil-Angus steuert einen Zug mitten auf die Stadt zu. Zwei heiße Schnecken versuchten vergebens, ihn aufzuhalten. Als der Zug schließlich kollidiert, öffnet sich der Screen und eine AC/DC-Dampflock „crasht“ auf die Bühne. Neben der großen AC/DC-Glocke, begleiteten die Show viele andere Glocken – Boobies!! (Danke, Big Screen!). Die Menge, stetig in Bewegung, wurde allerdings oft durch die Bouncer gestoppt. Die Security-Guards würden auf deutschen Festivals definitiv nicht glücklich werden. So hart war’s nun auch nicht.

Die Altrocker zeigten allen, das auch wenn man in die Jahre kommt, nie zu alt ist, die Sau rauszulassen und loszurocken! Wunderbare Hüftschwünge und Tanzeinlagen von Sänger Brian Johnson bewiesen, wie durchaus tanzbar Angus’ Gitarrenspiel – nicht in Worte fassbar – doch ist.

Ein Abend voller Entertainment, riesigen aufblasbaren Rosies, die auf Lokomotiven reiten und durch und durch guter Musik fand sein Ende mit einem 15-minütigem Gitarrensolo, Papierschnipselregen und Feuerwerk. Rockbands werden immer Stadien füllen. (Die Show war nach wenigen Minuten Sold Out). Was für eine Energie auf der Bühne!

Es ist schwer in Worte zu fassen, was sich diesen Abend in der ehemaligen Olympia Arena abspielte. Alle Sinne befriedigt wollten auch die 80.000 Zuschauer einmal nach Hause. Hier erlebte wohl jeder seinen eigenen Highway To Hell, da Züge, Busse und Highways überfüllt waren und sich überall Schlangen bildeten. Verständnisvollerweise schlossen die Aufpasser der Bahn ihre iPods an die Lautsprecher und spielten uns ein bisschen, wer hätte es gedacht….. AC/DC. Sweet Ass.

Da als nächstes noch mal Deutschland auf dem Plan steht, sollte sich jeder um Karten bemühen. Das ist es wert!!

Anyways.. Stecker rein, AMP auf volle Pulle, losrocken!

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