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    REDCRAVING – Lethargic, Way Too Late

    Von Hiko | 8.März 2010

    cover-redcraving_-_lethargic(Midsummer Records / Cargo)

    Sechs Songs, ein Intro. Eine Spielzeit von knapp 30 Minuten. Somit hätten wir den einzigen großen Nachteil von „Lethargic, Way Too Late” schon kurz und knapp aufgedeckt. Zu wenig und zu kurz ist das Debüt der Berliner REDCRAVING. Nach dem Hören von „Lethargic, Way Too Late” bleibt eben die Frage offen: War das schon alles? Man verlangt nach MEHR, nach einem Nachschlag. Aber die 30 Minuten haben es in sich.

    REDCRAVING verstehen es ihren eigenen Sound zu kreieren. „Lethargic, Way Too Late” wartet mit einer homogenen Melange auf, hinter der sich weit fortgeschrittenere Kameraden gleicher Richtung verstecken können. Man hat sogar einen kleinen Hit am Start, der sich ‘…His Queen As Well’ schimpft und genau die Schnittmenge von REDCRAVING widerspiegelt, welche sich die Band auf die Fahne geschrieben hat. Die Energie, die REDCRAVING hier auf ihrem Debüt freisetzen, überträgt sich sofort nach Ausklingen des Intros auf den Hörer.

    redcravingPost-Hardcore meets Screamo mit einem hohen Metal-Anteil, einer Prise Noise und einer schier unendlichen Menge an Energie. Das Frischepotenzial strömt via fetter Riffs nahtlos durch die Boxen ins Gehör. Von dort aus wird es direkt weiter transportiert, um sich in Nacken-, Arm- und Beinbereich breit zu machen und diese Stellen in sofortiges wildes Zucken zu versetzen. Unterbrochen, oder besser gesagt, aufgebrochen wird das Ganze immer mal wieder durch sphärische Momente und leichte Elektroschnipsel, welche sich immer wieder positiv auf den Gesamteindruck auswirken. Fazit zum Ende: schnellstmöglich die Repeat-Taste zu drücken, zu hoffen, dass dies nur eine EP ist und auf Full-Length-Nachschub warten. Man kann gespannt bleiben, wohin die Entwicklungsskala dieser hoffnungsvollen und äußerst jungen „Newcomer“ ausschlägt. Dieser Vorbote überzeugt auf ganzer Linie, lässt aber auch noch Raum für größere Taten.

    Fans von Underoath, We Are The Ocean und The Fall Of Troy sollten hier mal zuschlagen. Für das Reinhören seien empfohlen: ‘…His Queen As Well’ und ‘The Gorge’ sollten zum Kauf überzeugen.

    Album-VÖ: bereits erhältlich

    4P

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