(Arctic Rodeo Rec. / Alive) Was haben der Frühling, Italien und Kanada gemeinsam? Richtig: JUTA. Mit "Running Through Hoops" veröffentlichen JUTA ihren Beitrag zum Frühling. Die kanadisch-italienische Band macht auf ihrem Debüt alles richtig. Betrachtet man das Artwork des liebevoll gestalteten Digipacks, so kommen einem gleich die Erinnerungen an die guten alten und wahren „Emo“-Bands in den Sinn, nicht dieser Stylo-Scheiß mit Friseneinerlei und Schminkkofferalarm. Die Rede ist von guter, ehrlicher, handgemachter Musik und nicht von einem Sound-Einheitsbrei, vor dem man sich schon kaum noch retten kann. juta-bandJUTA hingegen legen großen Wert auf einen erdigen Sound, nahmen daher analog auf, welches ihrem Debüt auch die notwendige Wärme verlieh. Auf "Running Through Hoops" findet man nun wunderschöne Songs passend zum Eintreffen des Frühlings. Und auch wenn oftmals ein gebrochenes Herz der rote Faden in den Songs ist, so vermittelt "Running Through Hoops" immer wieder Zuversicht und leidenschaftlichen Optimismus. Man merkt wie sehr sich JUTA selbst in den negativsten Momenten voller Traurigkeit und Orientierungslosigkeit immer wieder auf das Positive und Schöne zurückbesinnen. Und dies zelebrieren die ehrlichen und aufrichtigen elf Songs immer wieder durch bittersüße Melodien, das spannende Wechselspiel von Laut und Leise, sowie orchestralen Einschüben. Veredelt wurde das Ganze durch Howard Bilerman (der u.a. schon mit Szenegrößen wie Arcade Fire, Silver Mt. Zion, British Sea Power, Thalia Zadek, Vic Chesnutt zusammenarbeitete), der diese wunderbare Scheibe mit JUTA in Montreal aufgenommen hat. Eine wunderbare, ehrliche und verdammt schöne Indie-Scheibe, die das Quintett hier abliefert. JUTA sollte man sich also schon mal vormerken.... Album-VÖ: 16.04.2010