(Roadrunner Records) Der aus Orange County, Kalifornien stammende Sechser von BLEEDING THROUGH beweist mit seinem self-titled Meisterwerk, dass sie zur absoluten Spitze der extremen Metal-Bands gehören. Einen derart bombastischen Mix aus Melodic Black und Thrash Metal gepaart mit Metal-/ DeathCore-Parts hat man bislang in der Metal-Szene schmerzlich vermisst. ‚Anti-Hero’ ist ein blackiger Thrashdozer mit in den Pit einladenden Moshparts. ‚Your Abandonment’ strotzt hingegen vor melodischem Black Metal und weist die symphonischen DeathCore-Kollegen von Winds Of Plague und The Breathing Process hinsichtlich der nordischen Düsterkünste in die Schranken. Und dann nimmt die Platte erst richtig Fahrt auf. ‚Salvation Never Found’ vereint all das, was BLEEDING THROUGH ausmacht. Berauschende Gitarrenmelodien und düsteres Black Metal-Geknüppel, welches in eine Ohrwurm taugliche Cleangesangs-Hookline mündet- der absolute Höhepunkt der Platte. bleedingthrough-band2Ähnlich geht es mit ‚Breathing In The Wrath’ weiter. Ein Hammer Intro, das gleichermaßen zum Mitbrüllen und zum Moshen animiert, gefolgt von einer äußerst eingängigen Schwarzwurzel-Melodie. Den Schluss bildet ein etwas abrupt eingeleiteter, langsamer Part mit spacigen Keys. Das Intro zu ‚Light My Eyes’ ist sehr melancholisch und der Gesang klingt stark nach Corey Taylor, was den Song aber auch sympathisch macht. Den Schlusspunkt setzt ‚Distortion, Devotion’ mit einem melodischen Intro, von dem man nicht genug kriegen kann. Zudem sticht erneut der clean gesungene Part hervor. In fast allen Songs switchen BLEEDING THROUGH zwischen Black und Thrash Metal hin und her, als ob es keinen stilistischen Unterschied gäbe und vermögen es dennoch, wuchtige Rhythmik-Parts oder Breakdowns einzufügen. Die Übergänge sind stets flüssig und jedes Lied bildet eine in sich abgeschlossene Einheit. Brandan Schiepatti liefert eine top Vocal-Leistung. Die Shouts und Screams sind aggressiv und in den cleanen Parts überzeugt der Frontmann mit einer markanten und eingängigen Stimme. Auch die Keys von Fan-Liebling Marta fügen sich wunderbar in das erstklassige Gitarrenspiel ein und zusammen kreieren sie hymnische Melodien vom Feinsten. Für dieses Meisterstück kann man nur Lob übrig haben. Alle verfügbaren Daumen so weit wie es geht nach oben. Album-VÖ: 09.04.2010