CIMG3096 (Medium)Schlaflos in Seattle…Berlin, Hamburg, Paris, Los Angeles oder in Vancouver und alle Städte am Besten an einem Tag. Während ihrer sechstägigen Promo-Reise, stellten AGAINST ME! ihre neue Platte „White Crosses“ vor. Kurz vor ihrer Unplugged - Show in der kultigen Hamburger Hasenschaukel gab es Zeit für ein kleines Pläuschchen… Vor kurzem habt ihr ein Wohltätigkeitskonzert für die Opfer in Haiti veranstaltet… Andrew: Genau, die Show fand in Gainesville (Florida) statt. Also, in unserer Heimatsstadt. Die Einnahmen gingen direkt an das Rote Kreuz. An dem Abend kamen 4000 $ zusammen. Es ging direkt an die Organisation, aber leider wissen wir nicht genau, für welchen Zweck die Gelder waren. Wir wussten nur, dass das Geld für die Opfer in Haiti war. Solche Wohltätigkeitsveranstaltungen unterstützen wir gerne. Wenn wir in irgendeiner Form helfen  können, dann machen wir das sofort! Keine Frage! Darüber hinaus spielen wir auch immer gerne auf dem „Harvest-Of- Hope-Festival“ in St. Augustine. „It’s a nonprofit organization that provides financial, educational, and service oriented aid to migrant farm workers all over the country.” “New Wave” war euer erstes Signing bei Sire Records. Nach dem Release hattet ihr eine enorme Präsenz in der Öffentlichkeit. Von Late Night-Shows im TV bis hin zu Radio und Titelseiten von Musikmagazinen. Eure Lieder wurden überall gespielt. Erfolg wurde groß geschrieben. Auf Grund dieser Popularität haben euch viele alte und treue Fans den Rücken zugekehrt…Konntet ihr das verstehen? Andrew: Mit dem Erfolg habe ich es eigentlich recht gelassen gesehen. Ich mache mir nicht so viel daraus…Aber meine Mutter, eine kleine süße Lady, verfolgt jeden TV-Auftritt von uns. Sie ist glaube ich nervöser als wir! (lacht) Ich kann es leider nicht ändern, dass manche Fans sich gegen uns entschieden haben. Ich kann nur sagen, es war damals die richtige Entscheidung, unsere Musik auf ein anderes Level zu bringen. Es macht uns weiterhin enorm Spaß und wir sind glücklich. Bei diesen „Meinungsäußerungen“ handelt es sich meistens um Kommentare von Leuten, die mehr Zeit im Internet verbringen und sinnlos Beiträge veröffentlichen, als alles andere. Sie sollten sich lieber die Songs anhören, sie wirken lassen und sich wirklich ganz intensiv mit der Musik auseinander setzen, anstatt so einen Blödsinn zu verfassen. (lacht) Aber solche Reaktionen sind ja normal und man muss bei dieser Art von Entscheidungen jederzeit damit rechnen. Damals war es auch so, als wir von No Idea Records zu Fat Wreck gewechselt sind. Man kann nichts dagegen machen, man kann es einfach nur hinnehmen und versuchen zu akzeptieren. Letztes Jahr habt ihr eure zwei jährige Tour zu „New Wave“ beendet. Völlig erschöpft und müde kamt ihr zu Hause an… als plötzlich Oakes (Drummer) verkündete, die Band zu verlassen, um in die Gastronomie einzusteigen….In diesem Zeitpunkt traf alles aufeinander… CIMG3094 (Medium)Andrew: Oh ja, wir nahmen uns eine kleine Auszeit. Wir mussten uns von der Tour erholen, aber auch von Oakes’ Ausstieg. Ein paar Tage hatte ich dieses Gefühl, das alles vorbei wäre. Ich dachte, die Band sei vor dem Aus. Wir haben es trotzdem nochmal versucht. Haben George, unseren alten Freund von Hot Water Music, in die Band geholt, neue Songs geschrieben und aufgenommen. Auf einmal war dieses Gefühl verflogen und ich fühlte mich wieder wie damals, als ich in die Band kam. Es war wie ein Neuanfang! Durch George agieren wir wieder wie eine Einheit. Wir sind alte Freunde, eine Familie. Das einzige Problem ist…George furzt immer, ständig! Bäh! Da hilft nur noch…Lauf so schnell du kannst! Hat George die Band musikalisch verändert? Andrew: Das hat er! Definitiv! Er ist technisch unschlagbar. Ein Drummer, ein Freak…Er liest ständig Schlagzeug-Zeitschriften… einfach ein Freak und dazu noch verdammt gut! Es ist das einzige, was er im Leben machen wollte. Seine Leidenschaft! Er lebt sie einfach! George ist so gut, dass wir das Furzen und seine Trinkgelage einfach ignorieren können! (lacht) Was verbirgt sich hinter dem Titel eurer neuen Platte „White Crosses“? Andrew: Normalerweise beantwortet Tom diese Fragen, aber ich habe schon öfters zugehört, als er sie beantwortet hat… In St. Augustine, nahe Gainesville, befindet sich eine Kirche mit 4000 weißen Kreuzen. Diese Kreuze spiegeln die Abtreibungen von Babys wieder, die jeden Tag in den USA geschehen. Das ist auch das Thema des Songs ‚White Crosses’. Wie waren die Aufnahmen zu „White Crosses“? Ihr hattet wieder hochkarätige Unterstützung von Butch Vig, der ja auch für seine Zusammenarbeit von Smashing Pumpkins oder Green Day bis hin zu den Foo Fighters bekannt ist… Andrew: Genau! Die Aufnahmen zu „White Crosses“ fanden in den Paramount Studios in Hollywood statt. Wir sind mit Butch sehr gut befreundet und es hat wie immer sehr gut geklappt. Die Zusammenarbeit mit Butch ist unglaublich. Dieser Mann ist einzigartig, ein Perfektionist! Er weiß was es will und das kann er dir so bildlich erklären, dass du sofort weißt, was er meint und was du zu tun hast. Er macht Unmögliches möglich! Deswegen sind wir mit dem Resultat auch so zufrieden. Könntest du einen Song als Beispiel nennen? Andrew: Das wechselt bei mir immer von Tag zu Tag! Aber heute ist es ‚Suffocation’! Eine Hymne! Heute Abend kommen wir in den Genuss, eine Akustikshow von euch zu sehen. Kommt es häufiger vor, dass ihr Konzerte in solch einem Rahmen veranstaltet? CIMG3116 (Medium)Andrew: Hin und wieder machen wir das. Bei solchen Shows herrscht immer eine sehr schöne Atmosphäre. Die eignet sich auch besonders wie heute Abend für eine Promo-Show. Aber es ist das erste Mal, dass wir die neuen Songs in diesen Versionen spielen. Ich bin gespannt. Vor ein paar Wochen haben wir in Gainesville ein paar Songs unplugged eingespielt. Wir hatten so einen Spaß bei den Aufnahmen und lagen die ganze Zeit vor Lachen auf dem Boden. Als Drums bzw. Rhythmuspart haben wir Hundespielsachen, die Geräusche machen, verwendet! Das war ein Spaß! Möp! Möp! HAHA! (Alle Fotos von Zosse)