(Paramount Home Entertainment)
Momentan geht zu vielen hochkarätigen und viel versprechenden Serien schon nach kurzer Zeit die Puste aus! Wurde eine meiner Faves Life schon nach zwei Staffeln eingestellt, halte ich auch mit der mir vorliegenden zweiten Season von SLEEPER CELL schon das letzte Lebenszeichen des Formats in den Händen.
Wer mit der Serie von der Thematik nichts anfangen kann, könnte schon beim Titel erahnen, was die Stunde geschlagen hat. Staffel Eins trug als kleinen Appetizer die Aufschrift „Freunde. Nachbarn. Ehemänner. Terroristen“ auf dem Cover, Season Zwei macht mit „Städte. Vororte. Flughäfen. Ziele“ neugierig. Fans von 24 dürfen bedenkenlos zugreifen, bekommen aber statt überzogener Action eher Charakterstudien (natürlich kommt die Action auch nicht zu kurz!) und die andere Seite der Terror-Medaille zu sehen.
In SLEEPER CELL geht es nämlich um eine terroristische Schläferzelle, die von dem FBI-Agenten (und gläubigen Moslem) Darwyn (klasse gespielt von Michael Ealy), infiltriert wird. Dabei wird aber hier keine Schwarz/Weiß-Malerei mit dem groben Pinsel betrieben, sondern man setzt sich intelligent mit dem Glauben auseinander und zeigt, dass sogar Europäer konvertieren und dabei teilweise noch fanatischer sein können, als die muslimischen Terroristen selbst.
Um nicht zu spoilern, lasse ich mal alles andere zur Handlung bewusst weg, denn das würde die Spannung verderben. Wer auf die genannten Eckpfeiler steht, der wird an SLEEPER CELL seine helle Freude haben. Leider nur die zwei erwähnten Staffeln lang, aber die haben es in sich! Und wer noch skeptisch ist, dem sei gesagt, dass SLEEPER CELL für den US-Sender Showtime produziert wurde, der schon so geniale Formate wie Dexter und Californication hervorgebracht hat!

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