(Roadrunner/Warner) “The system is fucked, things aren't fine. Out of control, the worlds lost it’s mind. I know this sounds like some trash from the right. My compassion was stolen and smoked in a pipe.” Gesellschafts- und Polit-kritisch schreit einem Liam Cormier seine Lyrics entgegen. Und rein textlich gesehen kann man den „krebskranken Fledermäusen“ auch gar keinen Vorwurf machen. Diese sind stets rotzig, anprangernd und authentisch. Und auch musikalisch gesehen machen die CANCER BATS auf ihrem dritten Album „Bears, Mayors, Scraps & Bones“ nichts wirklich falsch. Doch leider eben auch nichts so richtig, dass man Salti in der Luft machen und sich den Bandnamen auf den Arsch tätowieren müsste. Und genau diese Tatsache ist wirklich schade, denn an und für sich ist das Potenzial für solche Ambitionen da. Nur eben noch nicht vollständig ausgereift! “So sick of this culture. Sick and tired of the tired and weak. Nothing new on the market. So sick of the words you speak“ cancerbatsLediglich beim zwölften Lied ,Drive This Stake’ und dem darauf folgenden, vorletzten Track ,Raised Right’ kann man die musikalische Finesse, die diese Band letztendlich besitzt, vollends auskosten. Und es schmeckt sehr gut, was einem dort vorgesetzt wird. Die Band zeigt sich individuell und ausgereifter als in den vorangehenden, meist nur Medium durchgegarten Liedern. Und auch mit dem ,Sabotage’-Cover der Beastie Boys kann am Ende noch ein abschließendes Highlight gesetzt werden. Man kann also festhalten, dass die CANCER BATS nach ein wenig Anlaufzeit sehr wohl dazu im Stande sind, der Hörerschaft mit grundsoliden Songs einzuheizen. Bei ihrer nächsten Veröffentlichung sollten sie sich einfach ein wenig mehr Zeit nehmen, um warm zu laufen! “Set straight from the first time. Taught from the start right from wrong. Led by example, shown to be strong. On how to act, and to carry on.” Album-VÖ: bereits erschienen