(Roadrunner Records) SOULFLY sind schon jahrelang eine Institution im Metal. Dementsprechend spitzt der geneigte Zuhörer erwartungsvoll seine Ohren, wenn die Tribal-Thrasher um Max Cavalera einen neuen Silberling auf den Markt bringen- und das völlig zu Recht. Schon mit dem Opener ‚Bloodbath & Beyond’ wird direkt losgelegt. Die treibende, leicht punkig angehauchte Strophe mündet in herrlichem Double Bass-Gewitter und als würdiges Song Finale: eine SOULFLY-typische Melodie, welche rhythmisiert den Abschluss bildet. Auch ‚Rise Of The Fallen’ lässt keine Wünsche offen und ist somit der stärkste Song der Platte. Für diesen Track wurde Greg Puciato von The Dillinger Escape Plan ins Boot geholt. Durch seine high-pitched Screams und den leicht psychedelischen Clean-Gesang bekommt das Lied seine ganz eigene Note. Zudem wird der Refrain die Herzen aller passionierten Headbanger höher schlagen lassen. Das Riffing von ‚Lethal Injection’ erinnert teilweise an Divine Heresy, wobei die melodische Bridge und das abschließende Solo Marc Rizzo-like sind. soulfly-2010Ab ‚Jeffrey Dahmer’ schwächelt „Omen“ ein wenig, da die Songstrukturen einander stark ähneln und es kaum noch melodische Highlights gibt. Daran ändern auch die leicht epischen Schlussakkorde von ‚Off With Their Heads’ und ‚Vulture Culture’ nichts. Erst mit ‚Mega-Doom’ besinnen sich SOULFLY wieder auf die eigentlichen Stärken ihres Albums. Als Abschluss bieten die Jungs mit ‚Soulfly VII’ ein melodisches Outro, das glatt die Bilder der Wetter-Cams von N24 musikalisch untermalen könnte- äußerst entspannend. Im Gesamtkonzept ist „Omen“ schnell, direkt und aggressiv, insbesondere in den Strophen. Gleichwohl mangelt es nicht an Eingängigkeit, was den melodischen Hooklines zu verdanken ist. Die Vocals von Max Cavalera verleihen „Omen“ das typische SOULFLY-Feeling und das, was Marc Rizzo an Soli um sich schmettert, ist einfach nur erste Sahne- sowohl technisch als auch melodisch. Zudem bietet Joe Nunez mit seinen treibenden Drums die perfekte Grundlage für das Gitarrenspiel. Wenn sich der rote Faden der ersten fünf Songs die nächsten Male durch das ganze Album zieht, so können die "Omina" nur positiv stehen. Album-VÖ: bereits erschienen