Als Vorband haben die Booker an diesem Abend in der Sumpfblume zu Hameln auf Lokales gesetzt. Die Kissing Bullets übernehmen diesen Part und machen ihre Sache ganz ordentlich. Vor allem wenn man bedenkt, wie jung die Burschen erst sind. Allerdings sollte man in diesem Alter NIEMALS versuchen, Killswitch Engage zu covern. Eine Art Gotteslästerung sondergleichen. Ansonsten sind sie mit Sound und deutschen Texten entwicklungsfähig. Christ und seine BULLS entern nach reichlicher Umbaupause die Bühne und „feuern“ gleich mit dem Opener zum Album „Phoenix“, ‚Here Comes The Fire’ ordentlich los. Sichtlich gut gelaunt ob des steil gehenden Publikums, geben die BULLS richtig Gas. Alle Alben finden Verwendung und sprechen sowohl Old- als auch New School-Fans der Band gleichermaßen an. Allerdings ist die „Modernisierung“ einiger älterer Songs eher gewöhnungsbedürftig. Gerade die teils vertrackte Gesangsinterpretation macht es schwierig, da erfolgreich mit zu grölen. Bei ‚Smells Like Rock n Roll’ muss Christ dem Publikum gar mitteilen, dass seine Klampfe nicht funktioniert und deshalb dann auch etwas der „Rock n Roll“ fehlt. Aber genug gemeckert. Die Songs der letzten zwei Alben werden perfekt zelebriert und haben einen supergeilen Druck. Die Meute tobt, schwitzt, feiert ihre Helden und die Band dankt es ihnen mit toller Performance und grandiosem Einsatz. Nach ihrer klasse Live-DVD zeigen die EMIL BULLS, dass sie einmal mehr auch in der „Provinz“ einem ordentlich das Haus rocken können und uns hoffentlich noch viele Jahre erhalten bleiben.