(Atlantic / Warner) Scott Weiland hat sich also nun doch mit seinen alten Weggefährten zusammengerauft und ein neues Album aufgenommen. Ganze neun Jahre nach ihrem letzten Album „Shangri-La-Dee Da“ geht es nun mit einem selbstbetitelten Nachfolger in die Vollen. Tour und Festival-Auftritte sind gebucht, zum Teil natürlich Headliner-Shows. Die ehemaligen Vorzeige-Grunger aus dem Süden Kaliforniens haben auch gleich selbst produziert. Kurz zusammengefasst wandelt man auf "Stone Temple Pilots" über Classic Rock meets Pop-Pfade. Hard Rock und Classic Rock der Spät-Sechziger und Siebziger sind die großen Eckpfeiler, die "Stone Temple Pilots" auszeichnen, natürlich mit der Stimme von Mister Weiland als eingängiges Trademark. Aber die Frage ist nun, ob sich mit Album Nummero Sechs an die Glanzzeiten anknüpfen lässt und ob das Comeback ähnlich großartig ausfällt wie zum Beispiel von ehemaligen Kollegen wie Alice In Chains. stp-2010Was man sagen kann, ist dass "Stone Temple Pilots" ein äußerst abwechslungsreiches Album geworden ist und Scott Weiland eine durchweg hervorragende Gesangsleistung abgeliefert hat. Man kann den Piloten attestieren, dass der Neustart gelungen ist. Die zwölf Songs bieten starke Kompositionen und sind ungemein abwechslungsreich. Allerdings benötigt das Album mehr als nur einen Hördurchlauf um sich richtig zu entfalten und hat hier und da auch ein paar Längen. Im direkten Vergleich mit dem Comeback von einst erwähnten Alice In Chains können die STONE TEMPLE PILOTS qualitativ nicht ganz mithalten. Trotzdem klingt "Stone Temple Pilots" locker, frisch und völlig unverkrampft. Man hat also auch nach neun Jahren das Zusammenspiel und Schreiben guter Rocksongs nicht vergessen und legt ein zeitloses Comeback-Album vor. Bleibt nur abzuwarten, ob sich die Mannschaft auch weiterhin zusammenrauft und weitere Alben zu erwarten sind oder ob es wieder in Drogen- oder ähnlichen Eskapaden endet und "Stone Temple Pilots" eine Comeback-Eintagsfliege bleibt. Das wollen wir nicht hoffen, denn nach diesen erneut deutlich bewiesenen Songwriting-Qualitäten ist definitiv noch eine Steigerung möglich und diese bleibt es mit dem nächsten Album abzuwarten. Welcome back. Album-VÖ: 21.05.2010